Etappensieg beim Kampf gegen Palmöl

Kreutherin hat Erfolg: Das will DM ändern

Das Stimmenziel, das sie sich gesteckt hat, erreichte Livia Keller zwar nicht. Trotzdem konnte sie nun mit ihrer Petition gegen Palmöl in dm-Produkten einen kleinen Erfolg erzielen. Der Drogeriemarkt hat ein erstes Zugeständnis gemacht.

Livia Keller will etwas ändern und setzt sich für die bessere Kennzeichung von Palmöl in Lebensmitteln ein / Quelle: Livia Keller

Ende Juli berichteten wir über die Petition einer Kreutherin, die eine Online-Petition gestartet hatte. Das Ziel: Palmöl in dm-Fertiglebensmitteln abzuschaffen. 69.413 Menschen haben online mittlerweile für das Vorhaben unterschrieben.

Einen weiteren Erfolg konnte Keller außerdem verbuchen. Dm hatte sich bereit erklärt mit ihr persönlich über Palmöl-Produkte zu sprechen. Besonders gefreut hat sie, erzählt die Kreutherin, dass sie nicht nur mit Pressesprechern reden durfte, sondern wirklich mit denen, die an der Produktentwicklung beteiligt sind – dem Markenmanager von dmBio und der Produktmanagerin im Bereich Nachhaltigkeit. Doch aus dem Gespräch am Telefon wurde Livia Keller nicht ganz schlau. Dm verteidigte darin nach ihren Aussagen das vorhandene Palmöl, das nur von nachhaltig wirtschaftenden Lieferanten stammen soll, die mit dem RSPO-Zertifikat ausgezeichnet wurden.

dm macht Zugeständnis

Dieses steht jedoch bei Umweltschutzverbänden schon lange in der Kritik. Zudem handelt es sich hier nicht um eine Bio-Zertifizierung, sondern um ein Siegel der konventionellen Landwirtschaft, die mit Kunstdünger und Pestiziden arbeitet. Die ganze Erklärung, die dm zur Palmölieferung und -herstellung gegeben hat, lässt sich hier nachlesen.

Andere Hersteller kennzeichnen deutlich, ob sie in ihren Produkten Palmöl verwenden. / Quelle: Livia Keller

Livia Keller sowie ihre Unterstützer stört, dass dm nicht wie andere Marken, zum Beispiel die Biomarke Rapunzel, eine Kennzeichnung bietet, die Palmöl auszeichnet und dann auch mit dem so von dm angepriesenen Siegel der Bio-Zertifizierung versieht. Dann könne der Verbraucher einfach selbst entscheiden, ob er es kaufen will oder auf Fette, wie Sonnenblumenöl oder Nussöle, zurückgreift.

Doch eine Kennzeichnung ist nun mal eine freiwillige Sache. Bei dm wird man daher auch weiterhin auf ein Palmöl-Siegel auf der Verpackung verzichten, aus Platzgründen, wie die Vertreter Keller mitteilten. Jedoch plane das Unternehmen für den Onlineshop eine entsprechende Kundeninformation. Ein verbindliches Versprechen gab dm aber: schon diesen Herbst sollen das Erdnussmus (welches kein Palmöl enthält) und die Erdnusscreme (mit Palmöl) anhand der Verpackung besser unterscheidbar werden. Man wird es in den Regalen sehen.


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