Turnhallen-Sanierung fast abgeschlossen
Bald wieder Schulsport in Tegernsee

von Daniela Müller

Grund zur Freude haben bald die Schüler des Tegernseer Gymnasiums: Die Sanierung der Turnhalle, die zuletzt als Asylunterkunft diente und in einem schlechten Zustand war, neigt sich dem Ende zu. Der Sportunterricht kann dort bald wieder stattfinden.

Durch die Unterbringung von knapp 200 Asylbewerbern musste die Tegernseer Turnhalle grundlegend saniert werden. Bald kann dort aber wieder der Schulsport stattfinden.
Durch die Unterbringung von knapp 200 Asylbewerbern musste die Tegernseer Turnhalle grundlegend saniert werden. Bald kann dort aber wieder der Schulsport stattfinden.

Über ein halbes Jahr wurde die Tegernseer Turnhalle als Asylunterkunft genutzt. Mehr als 200 Flüchtlinge wurden dort in einem Bettenlager untergebracht. Doch seitdem die beiden Traglufthallen in Rottach-Egern und Holzkirchen stehen und immer weniger Flüchtlinge die Grenzen passieren, ist die Halle seit Mai dieses Jahres wieder frei.

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Die Schüler des Tegernseer Gymnasiums und die ansässigen Sportvereine konnten die Turnhalle bisher jedoch immer noch nicht gebrauchen. Durch die Nutzung der Asylbewerber entstanden in der Halle einige Schäden und daher musste sie nach dem Auszug grundlegend saniert werden: Ein neuer Fußboden, Sanitäre Anlagen und eine neue Lüftungsanlage.

Ab 17. Oktober ist die Turnhalle wieder frei

Eigentlich sollten diese Sanerungsarbeiten bis November andauern, teilte damals das Landratsamt Miesbach mit. Jetzt ging es aber doch schneller als erwartet, wie Pressesprecher des Landratsamts Miesbach Birger Nemitz gegenüber dem Merkur erklärt:

Nach dem jetzigen Informationsstand soll die Halle in der nächsten Woche fertig werden.

Die Trockenmaschinen wurden bereits am Freitag abgebaut. Wer die Kosten für die umfangreiche Sanierung allerdings übernehme, sei derzeit noch nicht klar. Fest stehe nur: die Auslagen werden hoch sein. Das Landratsamt wolle aber die Rechnungen zur Erstattung an die Regierung von Oberbayern weiterleiten und erklärt abschließend: “Falls es unterschiedliche Auffassungen über die Kosten geben sollte – besonders über die Tatsache, ob die Schäden komplett durch die Wohnnutzung von Geflüchteten entstanden sind – so muss der Fachbereich für das Landratsamt eine Einigung mit der Regierung herbeiführen.”

Ursprünglicher Artikel vom 19. August 2016 mit der Überschrift: „Turnhallensanierung wird teuer“
Nachdem die Asylbewerber im Mai aus der Tegernseer Turnhalle ausgezogen sind, sollte ab September wieder Sport in der Halle stattfinden. Doch daraus wird wohl nichts. Die Sanierung wird umfangreich – und die Kosten hoch.

Der Umfang und die Kosten der Sanierung werden hoch - wie lange die Arbeiten dauern steht noch nicht fest
Der Umfang und die Kosten der Sanierung werden hoch – wie lange die Arbeiten dauern steht noch nicht fest

Seit Mitte Mai steht sie wieder leer, die Tegernseer Turnhalle. Lange waren in der Sportstätte des Gymnasiums bis zu 200 Asylbewerber in einem Bettenlager untergebracht. Doch seit die beiden Traglufthallen in Rottach und Holzkirchen stehen und immer weniger Flüchtlinge über die Grenze kommen, ist die Halle wieder frei.

Trotzdem konnte bisher kein Sportunterricht für die Gymnasiasten stattfinden. Durch die dauerhafte Nutzung von 200 Personen, hat die Halle nun einige Makel. Zunächst einmal musste ein Gutachten klären, inwieweit der Boden, der während der gesamten Zeit abgedeckt war, Schaden genommen hat.

Ende Juni war die Rede von einem nassen Fleck. Hier sollte sich eine Trockenfirma um die Instandsetzung kümmern. Wie Pressesprecher des Landratsamts Gerhard Brandl jetzt bestätigt, liegen bautechnisches und baubiologisches Gutachten mittlerweile vor. Er erklärt weiter.

Es ist wie zu erwarten eine umfangreiche Sanierung erforderlich.

 

Saniert werden müssen unter anderem der Fußboden, die sanitären Anlagen und die Lüftungsanlage. Aktuell werden noch die Wände im Sanitärbereich genauer untersucht, um den Umfang der Arbeiten genau zu ermitteln.

Wie lange die Wiederinstandsetzung der Halle dauert, ist noch unklar. „Anfang September dürfte uns ein Bauzeitplan vorliegen“, so Brandl. Man hoffe jedoch, dass bis zum Jahresende, wieder Sport in der Halle möglich sein wird. Zwar könne man auch über die Kosten noch nichts genaues sagen, das Landratsamt rechne aber mit einem sechsstelligen Betrag.

Damit ist klar, dass die Schüler des Gymnasiums auch nach den Sommerferien keinen Sportunterricht in ihrer Halle haben werden. Weiterhin werden die Hallen in Rottach und Gmund als Ausweichmöglichkeiten genutzt.

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