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Wenn Ranzen, Turnbeutel und Hefte fehlen

Schüler engagieren sich für Kinder aus der Ukraine

Von Sabiene Hemkes

Über 50 teils traumatisierte Kinder und Jugendliche aus der Ukraine besuchen inzwischen Schulen im Landkreis Miesbach. Auch der Nachwuchs will sich für die neuen Mitschüler aus den Kriegsgebieten engagieren. In Valley und Rottach wurden hierfür besondere Aktionen gestartet. Hilfe, die ankommt.

Die Grundschule Valley sagt: „Herzlichen Dank“ für die vielen Spenden.

Das Engagement die Hilfsbereitschaft im Landkreis Miesbach für die Geflüchteten aus der Ukraine ist groß. Angefangen beim Landkreis über die Gemeinden und Vereine bis hin zu den vielen privaten Zeit-, Wohnraum- und Geldspenden.

Auch die Jüngsten wollen ihren Teil dazu beitragen, den Altersgenossen ein freundliches und einfaches Willkommen zu gestalten. Unter den über 900 Geflüchteten, die bisher im Landkreis ankamen, sind auch viele Kinder und Jugendliche. Nach der Flucht aus ihrer Heimat besuchen aktuell rund 50 Kinder die Schulen im Landkreis – und es werden mehr.

Die teils traumatisierten Kinder und Jugendlichen wollen durch den Unterricht wieder ein Stück Normalität erlangen. An den Schulen selbst wurden in den vergangenen Wochen deshalb viele Initiativen gestartet.

Valley:
Die Schulfamilie der Grundschule Valley und der Mittelschule Mangfalltal Valley hat die Aktion „Durchstarten dank DIR!“ organisiert. Sarah Hofstetter und Doris Richter gaben den Impuls zu der Spenden-Aktion. Sie wollten für die 15 Kinder aus der Ukraine, die bereits die Schulen in Valley besuchen und auch die vielen, die noch folgen werden, den Neustart so einfach wie möglich gestalten.

Ihrem Aufruf, „alles, was so für den Schulbesuch nötig ist“ zu spenden, sind nun so viele Menschen nachgekommen, dass mehr als genug Schulsachen auch für andere Kinder im Landkreis übrig bleiben, wie Richter begeistert berichtet:

Unsere Aktion war so erfolgreich – unglaublich. Ein ganzes Klassenzimmer ist gefüllt mit Schulmaterial wie Ranzen, Hefte und allem, was man so braucht für den Schulbesuch.

Besonders auch die Kinder und deren Eltern seien, so berichtet Richter weiter, unglaublich engagiert gewesen bei der Spendenaktion.

Rottach:
Auch in der Rottacher Grund- und Mittelschule ist die Hilfsbereitschaft der Schüler groß, wie Rektor Throner berichtet. „Ab Montag haben wir 11 neue Mitschüler – darauf freuen wir uns schon sehr.“

Es sei wirklich sehr beeindruckend, wie interessiert und mitfühlend seine Schüler auf das Schicksal der Flüchtlingskinder reagieren. Der Wunsch, den Kindern den Start in den neuen Schulalltag zu erleichtern, sei überall zu spüren.

Bis Ostern wird in der großen Pause Kuchen gebacken. Andere Klassen bedrucken Friedenstaschen.

Das alles geschieht auch mit der Unterstützung des Elternrates, doch der Impuls für die neuen Klassenkameraden tätig zu werden, kam von den Schülern selbst. Die Taschen sollen später in den Geschäften in Rottach verkauft werden. Das mit den Aktionen gesammelte Geld geht direkt an die Flüchtlingsfamilien.


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