Büttenpapierfabrik: Erster Teil des Neubaus feiert Richtfest
Stufenweise in die Zukunft

von Nina Häußinger

Im Juni 2012 gab der Gmunder Bauausschuss den Verantwortlichen der Büttenpapierfabrik grünes Licht für eine Erweiterung. Ein 40 mal 10 Meter großer und rund zwei Millionen Euro teurer fünfstöckiger Industriebau im nördlichen Bereich entsteht direkt am Mangfallufer. Der Bau schließt direkt an das bestehende Fabrikgebäude an.

Nach sechs Monaten Bauzeit feierte man vergangene Woche Richtfest für den ersten Gebäudeteil. In einem zweiten Bauabschnitt werden die insgesamt 3.500 Quadratmeter 2014 endgültig fertiggestellt.

Der Technische Leiter Stephan Treske, Fabrikinhaber Florian Kohler und kaufmännischer Leiter Reiner Schuster (v. l.) beim Richtfest des neuen Gebäudes
Der Technische Leiter Stephan Treske, Fabrikinhaber Florian Kohler und kaufmännischer Leiter Reiner Schuster (v. l.) beim Richtfest des ersten Teils.

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“Wir sind sehr stolz darauf, unseren Standort hier in Gmund weiter ausbauen zu können”, betont Florian Kohler, Geschäftsführer und Inhaber der Büttenpapierfabrik Gmund, in einer Mitteilung. Kohler meinte damit das neue fünfgeschossiges Gebäude mit 3.500 Quadratmetern Nutzfläche, das direkt am Mangfallufer entsteht. Die Umsetzung des Neubaus war jedoch relativ schwierig.

Platzmangel als Herausforderung

Vor allem der nur bedingt zur Verfügung stehende Platz machte die Sache kompliziert. Im Vorfeld hatten die Verantwortlichen daher lange überlegt, wie die kleine Grundfläche optimal genutzt werden kann. Von der ursprünglichen Idee, den Bau auf Stützen teilweise in der Mangfall zu errichten, verabschiedeten sich die Planer schnell wieder. Stattdessen wurde bestehende Fläche überbaut.

“Wir haben direkt über dem Dampfverteilernetzwerk gebaut und im laufenden Betrieb das Gebäude vorangetrieben. Umso mehr freuen wir uns, dass dieser neue Fabriktrakt so schnell bis zum heutigen ersten Bauabschnitt umgesetzt werden konnte”, erläutert der Technische Leiter Stephan Treske.

Auf engstem Raum mussten 90 Säulen aus Stahlbeton zwölf Meter tief im Boden verankert werden. Über 100 Tonnen Stahl und mehr als 2.000 Tonnen Beton waren dafür nötig. Ab Anfang 2014 wird das fünfstöckige Gebäude dann Platz für eine neuartige Hightech-Schneideanlage, Service- und Logistikabteilungen bieten.

Weiteres Gebäude folgt

Mit etwa 1.700 Quadratmetern wurde bislang aber erst knapp die Hälfte des gesamten Baukörpers mit einer Nutzfläche von 3.500 Quadratmetern fertiggestellt. “Wir haben uns hier für eine stufenweise Erweiterung entschieden”, so Pressesprecherin Caroline Pastor heute. Der noch fehlende Teil wird direkt vor das neu entstandene Gebäude angebaut. Mit dem zweiten Bauabschnitt will man Anfang 2014 beginnen. Die Genehmigung für das Gesamtprojekt hatte der Gmunder Bauausschuss bereits im Juni 2012 erteilt.

Bislang steht erst der erste Teil des Gebäudes. Der zweite folgt Anfang 2014
Bislang steht erst der erste Teil des Gebäudes. Der zweite folgt Anfang 2014.

Die Büttenpapierfabrik gehört seit 1904 der Familie von Florian Kohler. Dieser leitet das heute 100 Mitarbeiter zählende Unternehmen. Der Standort Gmund ist dabei nur ein Standbein. Im Juni 2012 gründete Kohler eine neue Aktiengesellschaft in der Schweiz.

Die Gmund Schweiz AG soll dabei helfen, die Bekanntheit der Marke Gmund sowie den Absatz der Produkte im Schweizer Markt zu steigern. Dafür wurde auch ein eigenes Team in der Schweiz gebildet, das den Markt vor Ort entwickeln soll.

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