Landkreis entwickelt Plattform für Testung
Ein QR-Code für mehr Freiheit?

von Redaktion

Eine App in die Freiheit? Tübingen geht mit diesem Beispiel voran. Jetzt hat auch unser Landkreis nachgezogen – und hofft auf ein Stück Normalität. Aber macht Bayern da mit?

Am Testzentrum wird über das Osterwochenende eine Teststraße eingerichtet

Der Landkreis hat eine Art App entwickelt – die den Bürgern mehr Freiheiten geben soll. In einem virtuellen Treffen der Taskforce mit verschiedenen Vertretern aus Politik, Gastronomie und Handel ließ Landrat Olaf von Löwis die Katze aus dem Sack.

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Unter Reihentestung.de soll man sich künftig mit einer Email-Adresse und einem Passwort registrieren können. Nachdem man dann seine Adresse angegeben hat, bekommt man von der App einen QR-Code aufs Handy geliefert. Mit diesem Code kann man sich dann unkompliziert testen lassen und später das Testergebnis wenn nötig vorzeigen.

Testlauf über Ostern

Die teilnehmenden Test-Standorte werden ebenfalls auf der Seite aufgelistet. Über die Osterfeiertage soll nun schon ein erster Testlauf der App starten. Am Testzentrum können sich Bürger, die sich bereits einen QR-Code geholt haben, in einer extra eingerichteten Schnelltest Straße ohne Termin abstreichen lassen.

Bei der Umsetzung geht es nicht alleine um einen reibungsloseren Ablauf bei der Reihentestung. Vielmehr soll den Bürger damit auch mehr Freiheit garantiert sein. Vorbild ist das Tübinger Modell. Hier können Bürger mit negativem Test in Cafés und Geschäfte gehen. Bisher gibt es eine solche Möglichkeit in Bayern aber noch nicht. Entstanden ist das Proekt aus einer gemeinsame Initiative von Landratsamt, Krankenhaus Agatharied, Corona-Stiftung der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, Ärztlicher Kreisverband, Apotheken im Landkreis, und der Gemeinde Hausham.

Kritik vom Virologen

Für den Virologen Oliver Keppler, der gestern während dem Treffen der Taskforce einen ausführlichen Vortrag über die Entwicklung der Corona-Pandemie hielt, steht fest: Schnelltests sind nicht das Allheilmittel. Vor allem nicht, wenn die Menschen die Tests als eine Art Freifahrtschein sehen.

Außerdem seien viele dieser Tests nicht sicher. Klar sei auch nicht, ob sie die Mutationen erkennen. Das müsse alles erst geprüft werden.

Infos zur Schnelltestung
Jeden Tag von 09:30 bis 11:45 Uhr (11:45 Uhr letzte Testmöglichkeit)
Ohne Anmeldung, aber mit Registrierung und QR-Code auf www.reihentestung.de
Vorsicht: Für „normale“ PCR-Tests benötigt man weiterhin einen Termin, den man über www.landkreis-miesbach.de/coronavirus vereinbaren kann.

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