Ehrung von Beni Eisenburg

Ein Urgestein zieht Bilanz

Von Nicole Posztos

Beni Eisenburg ist ein Gmunder Urgestein. Und das im positiven Sinne. Er ist ein umtriebiger Autor und Sprecher sowie darüberhinaus für die Gemeinde als Archivpfleger tätig.

In seiner Funktion wurde Eisenburg nun ausgezeichnet und hat gleichzeitig die Chance genutzt Bilanz zu ziehen. „Es tut sich immer was. Nicht, dass ihr denkt, dass ich nur dasitz.“

Georg von Preysing und Beni Eisenburg im Gmunder Gemeinderat

Hier seine sehr lesenswerte Zusammenfassung von 10 Jahren Archiv-Arbeit:

Als ich offiziell die Arbeit aufnahm, habe ich wenig vorgefunden, ein Schreiben aus dem Jahre 1935 vom Landratsamt an die Gemeinde. Darin wird angemahnt, die Gemeinde soll jemand für ein Archiv bestellen und sich um eine Chronik kümmern.

Geschehen ist vorerst nichts, verständlich es kamen schwere Jahre, Krieg und Nachkriegszeit.

An Bestand gab es die alten Protokollbücher der Gemeinderatssitzungen noch Deutsch von Hand geschrieben. Ich habe sie soweit möglich durchstudiert. Es gab noch die Trachtenchronik der Gauvereine, das Ehrenbuch der im Krieg ausgezeichneten und die von Lehrer Alexander Seidl begonnene, leider nur bruchstückhafte Ortschronik.

Zum 900 jährigen Pfarrjubiläum wurde eine Chronik erstellt. So ein historisch gewachsener Ort wie Gmund gibt reichlich geschichtlich Stoff. Es genügt nicht, hin und wieder etwas zu machen, nein, wie ein Jagdhund auf der Fährte muss man dranbleiben. So konnte ich in den vergangenen 10 Jahren viel an Schriften, Photos, Informationen sammeln.

Erfolge waren die Schmiedeisenkreuze auf dem Bergfriedhof, die Grabtafel von Jakob Deisenrieder, das Gemälde von Hans Seestaller von Frau Padua, Aquarelle von Prof. Hederer.

Die Gmunder Hefte wurden weitergeführt mit „Originale und Persönlichkeiten“, „Fred Rauch,“ „Georg Stöger,“ u.a., ein Grabführer zum Bergfriedhof.

Entdeckungen waren der Maler Felix Borchard, der Bildhauer RudolfPfefferer. Vieles fand seinen Niederschlag in den Gemeindeboten. Einige“ Projekte“ warten noch auf Aufklärung.

Mein Wunsch wäre, bei guter Gesundheit noch einige Jahre wirken und werken zu können.


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