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Veranstaltungshalle des Bachmair Weissach - Betreiber wollen nicht stören

„Eine Arena auch für die Anwohner“

Von Lydia Dartsch

Erst seit Kurzem ist die neue Eventarena des Hotel Bachmair Weissach offiziell in Betrieb, aber schon jetzt findet dort eine Veranstaltung pro Monat statt. Die Nachfrage sei sehr groß, so Hoteldirektor Hans-Peter Grüneberg. Ab dem kommenden Jahr werden es zwei Veranstaltungen pro Monat sein.

Eine Entwicklung, die einzelne Nachbarn verunsichert. Sie fürchten zusätzlichen Lärm, vor allem nachts. Um die Belastung möglichst gering zu halten, unterliegt der Betrieb der Arena strengen Auflagen. Doch eine Anwohnerin hat bereits geklagt – wegen Lärmbelästigung.

Beim Vor-Ort-Termin Ende Juli: in der Mitte die Richterin, links daneben die Klägerin mit Anwalt, rechts im Bild der Bauherr

Ob die Kreuther Anwohnerin Dr. Petra Timm-Lang weiter gegen den Betrieb der Bachmair Weissach Eventarena klagt, ist derzeit unklar. Nach einem Vor-Ort-Termin des Münchner Verwaltungsgerichts, bei dem alle beteiligten Parteien Ende Juli gehört wurden, hatte Richterin Cornelia Dürig-Friedl der Klägerin bis zum 15. August Zeit gegeben, ihre Klage zu überdenken.

Wie sich die Urologin entschieden hat, ist offen. Für eine Stellungnahme war die in Wiesbaden lebende 48-Jährige nicht zu erreichen. Doch unabhängig vom Ausgang des Verfahrens, versuchen die Hotelverantwortlichen laut eigener Aussage alles, um mit den Nachbarn gut auszukommen.

So erklärt Hoteldirektor Grüneberg, dass man die hohen Auflagen, die für die geplanten Veranstaltungen gelten, selbstverständlich einhalten werde. Ein Vorhaben, für das das Hotel eigene, strenge Kontrollen durchführen möchte.

„Nur wenige nächtliche Events“

Bereits jetzt sei die Halle bis Ende des Jahres gut gebucht. „Die Nachfrage ist groß – vor allem für Tagungen und Konferenzen“, so Grüneberg. Solche Veranstaltungen seien allerdings meistens vor 22 Uhr beendet – also noch vor Beginn der Nachtruhe.

Die Kunden stammen dabei hauptsächlich aus dem Münchner Raum. Sie möchten in Kreuth Automobilpräsentationen, Konferenzen und Tagungen abhalten. Dabei wollen sie aus der Stadt raus. Das mache die Arena so attraktiv. Außerdem könnten die Veranstalter hier ein großes Freizeit-Rahmenprogramm anbieten, so Grüneberg. Zwölf „nächtliche“ Veranstaltungen im Jahr seien erlaubt. Besonders dann werde man darauf achten, die Nachbarn nicht zu stören:

Unser Sicherheitspersonal misst nachts mit Dezibel-Messgeräten die Lautstärke vor der Halle und gibt Bescheid, wenn es zu laut ist. Sollten sich Nachbarn trotzdem gestört fühlen, haben wir immer einen Ansprechpartner vor Ort, an den sie sich wenden können. Wir wollen mit den Nachbarn zusammenarbeiten.

Um Lärm bei den nächtlichen Veranstaltungen weiter einzuschränken – beispielsweise durch Gespräche rauchender Gäste im Freien oder ausparkende Autos -, sei der Raucherbereich an der vom Wohngebiet abgewandten Seite eingerichtet worden. Zudem gäbe es auf dem Parkplatz einen Bereich, der nach 22 Uhr nicht mehr befahren werden darf. Anlieferverkehr durch Lkw sei sowieso nur zwischen 7 und 22 Uhr erlaubt.

Grüneberg (rechts) und Hotelbetreiber Kohler
Hoteldirektor Hans-Peter Grüneberg (rechts) und Eigentümer Korbinian Kohler bei einer Präsentation in der Eventarena

Die geplanten, bis zu zwei Wochen dauernden Tagungen, wie sie eine große deutsche Versicherung vorhat, bedeute laut Grüneberg eine große Herausforderung. Bei Banketten mit bis zu 600 Personen brauche man alleine 55 Kellner. Personal, das das Hotel nicht hat und für diese Events aus der Umgebung hinzuholt.

Und auch die Unterbringung der Gäste ist ein Thema, das man nur zusammen mit anderen Hotels und Pensionen in der Nähe stemmen kann. „Bei uns kann sich jeder melden. Auch beispielsweise Pensionen, die natürlich keine vier oder fünf Sterne haben müssen.“

Insgesamt, so der Direktor, sei man sehr daran interessiert, die anderen Betriebe, aber vor allem auch die Nachbarn in die Arena mit einzubeziehen. Neben zahlreicher Firmenveranstaltungen könne man die Veranstaltungshalle auch für öffentliche Events nutzen, erklärt Grüneberg: „Es soll auch eine Arena für die Anwohner sein.“

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