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7-Tage-Inzidenz im Landkreis Miesbach

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Landkreis Miesbach hat neunt höchste Inzidenz Deutschlands

Einzelnes Cluster sorgt für sprunghaften Anstieg

Von Redaktion

Übers Wochenende ist die Inzidenz im Landkreis Miesbach sprunghaft von 12 auf 24 gestiegen. Im deutschlandweiten Vergleich liegen wir damit wieder relativ hoch. Der Anstieg ist allerdings auf ein bestimmtes Cluster zurückzuführen. Außerdem gibt es Neuigkeiten bei der Impfung von Jugendlichen.

Die Inzidenz ist übers Wochenende gestiegen. / Quelle: Landratsamt

„Es ist sehr erfreulich, dass die täglichen Neuinfektionen in der letzten Woche sehr gering waren“, erklärt das Landratsamt im heutigen Update. Auffällig ist allerdings ein sprunghafter Anstieg der Neuinfektionen am Freitag (10 Neuinfektionen) und Samstag (7 Neuinfektionen). „Ausschlaggebend dafür ist die unwissentliche Verbreitung der Alpha-Variante bei einer größeren Zusammenkunft im privaten Bereich im nördlichen Landkreis.“

Cluster im Nordlandkreis

Daraus entwickelte sich laut Landratsamt ein komplexes Cluster mit überregionalen Auswirkungen. Darüber hinaus befindet sich außerdem eine Kindergartengruppe im südlichen Landkreis derzeit aufgrund einer infizierten Person in Quarantäne. Folglich stieg die 7-Tage Inzidenz nach Angaben des RKI auf 24. Im deutschlandweiten Vergleich hat der Landkreis Miesbach heute die neunt höchste Inzidenz.

In diesem Zusammenhang betont das Landratsamt: „Es ist uns ein Anliegen weiterhin transparent und ausführlich über das Infektionsgeschehen im Landkreis zu berichten. Aufgrund des ansonsten sehr niedrigen Infektionsgeschehens ist es jedoch ein Leichtes, Rückschlüsse auf einzelne Personen zu ziehen.“ Daher müsse auf weitere Details zu den aktuellen Fällen verzichtet werden. Allerdings spricht das Landratsamt einen Appell aus:

Die spontan steigenden Neuinfektionen zeigen, dass es weiterhin wichtig ist, Vorsicht walten zu lassen, um dem Virus so wenig Chancen wie möglich zu bieten, sich auszubreiten.

Inzwischen haben immerhin 51,28 Prozent der Landkreisbürger bereits mindestens die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Ab 29.06.2021 sollen zudem im Impfzentrum wieder Erstimpfungen getätigt werden können. „Bestätigt wurde für diese Woche die Lieferung von 2.412 Impfdosen BioNTech sowie 800 Impfdosen Moderna. Ab dieser Woche erhält das Impfzentrum auch den Impfstoff von Johnson & Johnson in Form von 50 Dosen.“ Die Terminvergabe erfolge wie gewohnt, direkt über die Software BayImco.

Impfung von Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren

Wie das Landratsamt außerdem berichtet, spricht die STIKO nach der Zulassung für Comirnaty für 12-15-Jährige nun eine gemeinsame Empfehlung für die Altersgruppe der 12-17-jährigen Kinder und Jugendlichen aus. Bei Kindern und Jugendlichen mit speziellen Vorerkrankungen empfiehlt die STIKO eine Impfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer).

„Der Einsatz von Comirnaty bei Kindern und Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren ohne Vorerkrankungen wird derzeit nicht allgemein empfohlen, ist aber nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz des Kindes oder Jugendlichen bzw. der Sorgeberechtigten durch den Haus- bzw. Kinderarzt möglich“, so das Landratsamt.

Im Ausnahmefall, wenn zum Beispiel der eigene Kinderarzt gar nicht impft, kann die Impfung auch im Impfzentrum erfolgen. Anders als bei Schwangeren, wo es zwingend eines Impfempfehlungsschreiben des Haus- oder Facharztes mit Risikoabwägung bedarf, damit die Impfung im Impfzentrum erfolgen kann, braucht es so ein Schreiben bei 12-17-Jährigen aber nicht. 


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