Konnten Tourismusbetriebe vom guten Wetter profitieren?
Endabrechnung Sommer

von Tom Fischhaber

Das Tegernseer Tal wurde dieses Jahr mit einem Rekordsommer gesegnet. Den Gastronomen bescherte das teilweise Rekordumsätze. Doch nicht jeder stand im Sommer auf der Gewinnerseite.

Ein wunderschöner Ausblick von Biergarten des Hotels "Das Tegernsee"
Ein wunderschöner Ausblick von Biergarten des Hotels “Das Tegernsee”

Der Sommer 2015 war ein Traumsommer. Mit konstanten Temperaturen über 30 Grad waren perfekte Bademöglichkeiten geboten. Gerade diejenigen, die vom Tourismus leben, konnten sich nur über das Wetter freuen. Sie ziehen nun die ersten Bilanzen.

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Anfang vergangener Woche hat die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) ihre Zahlen über den vergangenen Sommer herausgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Gästezahlen teilweise um bis zu 23 Prozent. Georg Overs, Geschäftsführer der TTT zeigt sich darüber erfreut: „Im Moment gilt die Aussage, dass das schöne Wetter des Sommers uns gewiss nicht geschadet hat und uns für das schlechte Sommerwetter 2014 entschädigt hat.“ Gut, Euphorie klingt anders.

Auch die Gastwirte sind zufrieden

Auch die Gastronomen im Tal profitierten vom guten Wetter. Kurt Geiß, Betreiber des „Hotel zur Post“ in Bad Wiessee, ist sehr zufrieden mit dem Sommer. „Das Jahr war insgesamt gut, jedoch hat der Frühling schlecht angefangen.“ Ab dem Juli konnte man die bisherige Bilanz dann aber deutlich aufbessern, so Geiß. Die Grills im Biergarten heizten heuer sogar bis in den September hinein.

Ähnlich erging es auch dem Hotel „Das Tegernsee“. Thomas Baumgartner, Manager für PR & Marketing, weiß um den Effekt des Wetters: „Der Sommer war auf jeden Fall positiv.“ Zwar sei es anders als im Vorjahr gewesen, da April und Mai nicht gut besucht waren. Dafür hatte man aber einen sehr starken Sommer.

Und nicht nur im Tal, sondern auch auf den Bergen war das gute Wetter spürbar. Sebastian Hiederer, Betreiber der Wildbachhütte in Rottach hat zu der zurückliegenden Saison eine klare Meinung:

Wer mit dieser Saison nicht zufrieden ist, macht was falsch.

Das können sogar die Betriebe bestätigen, die aus Gmund kommen. Hier waren die Gästezahlen im vergangenen Jahr zwar zurückgegangen, doch die Gastronomen profitierten trotzdem. Georg von Preysing, Betreiber des Strandbades in Seeglas, konnte sich nicht beschweren. “Das Jahr ist gut gelaufen.”

Das Strandbad lebe von den schönen Ferientagen, so von Preysing, und die seien im Vergleich zum Vorjahr sehr gut gewesen. Georg Weber vom Gasthaus Jennerwein zeigt sich sogar euphorisch: “Wir sind sehr zufrieden, das war das erfolgreichste Jahr in unseren fünf Jahren.”

Das Gut Kaltenbrunn hatte einen perfekten Start in den Sommer.
Das Gut Kaltenbrunn hatte einen perfekten Start in den Sommer.

Auch das Gut Kaltenbrunn hätte mit seiner Neueröffnung im Juni keinen besseren Start erwischen können. “Wir hatten uns keine Vorstellungen gemacht und wurden regelrecht überrannt”, berichtet Jürgen Welte, Pressesprecher von Feinkost Käfer. Der Sommer zusammen mit der Neueröffnung am Tegernsee und der damit einhergehenden Neugierde der Gäste haben Kaltenbrunn einen hervorragenden Einstieg in die Gastronomie im Tal gewährt.

Horrorsommer für Kinobetreiber

Doch auch gutes Wetter hat seine Schattenseiten. Und diese waren nirgendwo deutlicher zu spüren als im Kino Rottach-Weißach. Als traditionelle Schlechtwetter-Alternative für Urlauber war dieser Sommer für das Kino ein Reinfall.

“Der Sommer war für uns furchtbar”, berichtet Julia Strelow, neue Betreiberin des Kinos. 70 Prozent Umsatzeinbrüche habe das Kino verbucht. “Da ist es egal, ob man offen oder geschlossen hat”, meint Strelow.

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