Flucht zweier kurdischer Familien endet im Bergsteigerdorf
Endstation McDonalds Kreuth

von Sabiene Hemkes

Am Mittwochabend meldete sich ein Angestellter eines Schnellrestaurants in Kreuth bei der Polizei. Der Mitarbeiter bemerkte eine 11-köpfige Gruppe in seinem Restaurant. Das war ihm „dubios“ vorgekommen. Aber warum?

Im McDonalds wurden zwei Familien aus der Türkei aufgegriffen / Quelle: Archiv

Gestern Abend rückte die Polizei Bad Wiessee zu einem Einsatz in einer Kreuther Fast-Food-Kette aus. Ein Mitarbeiter hatte die Beamten alarmiert, da ihm die Anwesenheit einer Gruppe aus fünf Erwachsenen und sechs Kindern im Alter von 1 bis 13 Jahren, „dubios“ erschienen war, wie es im Bericht heißt. Da sich niemand in der Gruppe bei der Personenkontrolle ausweisen konnte, riefen die Bad Wiesseer Beamten die in diesem Fall zuständige Bundespolizei zur Unterstützung.

Die drei Männer, zwei Frauen und sechs Kinder gaben gegenüber den Beamten an, Kurden zu sein, und aus der Türkei zu stammen. Diese Angaben wurden bei einer Durchsuchung bestätigt. Im Gepäck konnten die Grenzpolizisten die türkischen Ausweise sicherstellen. Es stellte sich heraus, dass die Gruppe bereits in Kroatien als Flüchtlinge registriert ist. Das ergab der Vergleich der Fingerabdrücke der Erwachsenen Mitglieder der Gruppe.

Nach ersten Ermittlungen der Bundespolizei wurde die Flüchtlinge von einem Mann über die Österreichisch-Deutsche Grenze gebracht. In Kreuth, an der B307, forderte der Unbekannte die Menschen zum Verlassen des Fahrzeugs auf. Die Identität des Fahrers konnte bisher nicht ermittelt werden, wie die Bundespolizei informiert. Die Ermittlungen der Bundespolizei werden fortgesetzt. Nach dem Abschluss „der polizeilichen Maßnahmen“ sollen die beiden kurdischen Familien voraussichtlich in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge gebracht werden.


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