Veranstaltung soll künftig regelmäßig am Tegernsee stattfinden

Erfolgreiche Jäger-Ski-WM im Tal

Seit neun Jahren gibt es sie jetzt schon: die Jäger Ski Weltmeisterschaft. Heuer fand sie nun erstmals auch im Tal statt. Daraus profitiert haben soll auch der Tourismus.

Die Aussicht der Sportler vom Sonnenbichl. © Der Tegernsee, S. Ziegler-Musiol

Seit 2011 gibt es die Jäger-Ski-WM abwechselnd in Montafon und St. Moritz, einmal fand sie im Sarntal statt. Vom 21. bis 24. Februar wurde sie zum ersten Mal am Tegernsee und somit in Deutschland ausgetragen. Etwa 50 Prozent der 220 Teilnehmenden kamen aus der Schweiz. Aus Schweden reiste ein flottes Jägerinnen-Team an, außerdem nahmen Teams und Einzelkämpfer aus Österreich, Südtirol und Deutschland teil. Auch bei den hiesigen Jägern fand das Ereignis guten Anklang: Rund 20 Einheimische aus den Landkreisen Miesbach und Tölz-Wolfratshausen bewiesen ihr Können.

Wie läuft eine Jäger-Ski-WM ab?

Der Startschuss fiel am Donnerstagabend mit dem sogenannten „Schüsseltreiben“ in Rottach-Egern samt Musik und Jagdkunstausstellung. Das jagdliche Schießen fand am Freitag auf dem Schießstand der Gebirgsschützenkompanie Miesbach e.V. statt. Danach besichtigten die Teilnehmer in Wildbad Kreuth den Schießstand Gernberg Ihrer Königlichen Hoheit Helene Herzogin in Bayern. Die Schirmherrin der 9. Jägerski-WM war zugleich Stifterin einer der beiden handgemalten Ehrenscheiben, die für den Ersten und Zweiten Platz vergeben werden.

Beim Skirennen am Samstag am Sonnenbichl in Bad Wiessee waren die Jäger am Kleinkalibergewehr über 50 Meter auf Biathlonscheiben gefordert. Die große Herausforderung bestand darin, in zwei Läufen die geringste Zeitdifferenz herauszufahren und am Schießstand die meisten Ringe zu erzielen.

Der herrliche Sonnenschein und die einfallsreichen jagdlichen Bekleidungen der Jäger sorgten für ausgelassene Stimmung bei den Wettkämpfen. Der Samstagabend schloss mit dem PIRSCH Jägerinnen-Stammtisch auf der Piste und einem Galaabend in der Tenne auf Gut Kaltenbrunn.

Sieger erhält Ehrenscheibe

Den Weltmeistern 2019 wurden im Rahmen der Siegerehrung Sachpreisen rund um Ski und Jagd sowie Hotel – und Hüttengutscheine regionaler Leistungspartner übergeben. Die begehrte handgemalte Ehrenscheibe mit 80 cm Durchmesser ging an den besten Schützen der Jäger Ski WM, Jürgen Banzhaf (GER). Das 60 cm große Duplikat findet einen Ehrenplatz am Königlichen Schießstand Gernberg in Kreuth.

Die Veranstaltung scheint ein Erfolg gewesen zu sein. „Mit alpenländischer Live-Musik am Skihang und bei den Begleitveranstaltungen sowie regionaler Kulinarik samt Wildbratwurst und Schmankerl vom Grill haben wir den Nerv getroffen“, freut sich Peter Rie, Veranstaltungsleiter der TTT.

Kommt die Veranstaltung wieder an den See?

Die Veranstaltung sei eine gute Chance für die Region, die Wintersaison weiter zu beleben und eine weitere Klientel in der Schweiz und dem benachbarten Ausland anzusprechen, betont Christian Kausch, Geschäftsführer der TTT. Sein Dank gilt den vielen Unterstützern und Helfern, die das Ereignis ermöglicht haben.

Dass der lokale Tourismus von diesem Ereignis profitierte, habe sich auch darin gezeigt, dass viele der 220 Jäger und Jägerinnen bereits am Wochenende zuvor angereist seien. Die Jäger Ski WM soll sich deshalb als feste und nachhaltige Veranstaltung am Tegernsee etablieren, die sowohl Tradition als auch Regionalität fördert. In welchem Rhythmus das Ereignis zukünftig unter den vier Ländern rotiert, wird beim nächsten Treffen des Veranstaltungsteams besprochen.

Das sind die Sieger der 9. Jäger Ski WM:

Kategorie Jägerinnen

1. Renate Weber (GER)
2. Angelika van de Kraats (SUI)
3. Natacha Schönamsgruber (GER)

Kategorie Jäger

1. Ewald Michlig (SUI)
2. Ruedi Preisig (SUI)
3. Martin Scherrer (SUI)

Kategorie Teams

1. Bäregg-Jäger (SUI): Andy Meyer, Ueli Baumann, Fabian Baumann, Urs Baumann
2. Piz Ajüz (SUI): Ruedi Preisig, David Estermann, Armin Gaissmann, Armin Lustenberger


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