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Neuer Sonnenbichl nimmt langsam Formen an

„Es muss auf jeden Fall günstiger werden“

Von Lydia Dartsch

Der Winter naht und das schon im Juni. Denn bis der nächste Schnee fällt, will der Förderverein Schneesport Tegernseer Tal mit den Neubauten am Sonnenbichl fertig sein: darunter das neue Ziel- und Kassenhaus.

Doch die Arbeiten gehen langsam voran. Um Kosten zu sparen, machen die Vereinsmitglieder vieles selbst – neben ihren eigentlichen Berufen. Doch trotz Spendenaktion fehlt dem Verein noch Geld.

Das neue Zielhaus am Sonnenbichl nimmt bereits Formen an
Das neue Zielhaus am Sonnenbichl nimmt bereits Formen an.

Das Zielhaus am Sonnenbichl steht schon. „Wir isolieren und verschlagen das noch“, sagt Anton Schwinghammer, Vorsitzender des Fördervereins Schneesport Tegernseer Tal. Danach geht es weiter mit der Raupengarage, dem Kassenhäuschen und der geplanten Wärmestube. Bis zum kommenden Winter soll alles fertig sein und in Betrieb gehen können, so Schwinghammer.

„Wir machen vieles selbst“

Doch die Zeit drängt und die Arbeiten gehen nur langsam voran. Sechs bis acht Wochen werde es schon noch dauern, bis das Zielhaus fertig sei, sagt der Vorstand. Knapp könnte es bei der Wärmestube werden, in der sich wartende Eltern während des Trainings aufhalten können: „Das wird aber nur Details an der Inneneinrichtung betreffen“, sagt Schwinghammer. Benutzbar und vor allem beheizt werde der Warteraum in der neuen Saison auf jeden Fall sein.

Grund für das langsame Vorankommen der Bauarbeiten ist, dass vor allem die Vereinsmitglieder – neben ihrem Hauptjob – mit anpacken, um Baukosten zu sparen: „Wir machen vieles selbst“, so Schwinghammer, der eigentlich bei der Wiesseer Polizei arbeitet. Viele der Mitglieder seien „Gott sei Dank“ Fachleute und brächten ihr Wissen mit oder deren Firmen erledigten Arbeiten auch mal zu einem günstigeren Preis. Insgesamt packten rund 60 Vereinsmitglieder regelmäßig mit an, so der Vorsitzende.

30.000 Euro Spenden durch Steinpatenschaften

Recht zufrieden ist Schwinghammer derweil mit der Spendenaktion „Teil haben„, bei der die Talbewohner dazu aufgerufen sind, sich finanziell an dem Bau zu beteiligen und für 50 Euro die Patenschaft für einen Stein zu übernehmen.

War das Projekt erst schleppend angelaufen, hatte es in den vergangenen Wochen überraschend doch noch Fahrt aufgenommen. Etwa 600 Steinpatenschaften hat der Verein bis jetzt verkauft und damit rund 30.000 Euro eingenommen, so Schwinghammer. Dennoch reichen die Spendengelder nicht für den Bau. Der Verein musste einen Kredit aufnehmen. Kosten in Höhe von 500.000 Euro hatte der Verein geschätzt: Notwendige Maßnahmen für den zukünftigen Betrieb des Hangs – keine Denkmäler, mit denen man den Sonnenbichl schmücken wolle, hatten die Verantwortlichen immer wieder betont.

Um die Kosten für den Verein weiter zu reduzieren, laufe die Spendenaktion immer noch weiter – sogar über die Fertigstellung hinaus, erklärt Schwinghammer. Zu den tatsächlichen Baukosten wollte er sich am Freitag nicht äußern. Das wisse man erst sicher, wenn der Bau abgeschlossen sei. Doch klar ist bereits jetzt: „Es muss auf jeden Fall günstiger werden.“


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