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Bosch Engineering zielt auf 200 Arbeitsplätze in Holzkirchen

Es wird eng im Gewerbegebiet-Nord

Von Lydia Dartsch

3.400 Quadratmeter: Mehr Platz ist nicht übrig im neuen Gewerbegebiet Nord in Holzkirchen. Auf der Hälfte des rund 40.000 Quadratmeter großen Gebiets hat sich Bosch Engineering schon angesiedelt. Das Unternehmen wächst schnell – und hat die Option, sich in Zukunft zu verdreifachen.

Bosch Engineering nimmt den meisten Platz in Holzkirchen-Nord ein: Mit rund 20.000 Quadratmetern Fläche ist das die Hälfte des Gewerbegebiets.
Bosch Engineering nimmt den meisten Platz in Holzkirchen-Nord ein: Mit rund 20.000 Quadratmetern Fläche ist das die Hälfte des Gewerbegebiets.

Am 30. Juli wird das neue Gebäude von Bosch Engineering – der Bauabschnitt 1 – eröffnet werden und die Mitarbeiter aus den Mietbüros sollen umziehen. Rein rechnerisch bietet dieses erste Gebäude auf dem Areal Platz für 200 Schreibtischarbeitsplätze.

Es sind aber auch Werkstätten und Prüfstände vorgesehen. Diese brauchen aber mehr Platz, sagt Annett Fischer, Pressesprecherin von Bosch Engineering.

Das Unternehmen stellt Prototypen und Testfahrzeuge mit neuen Antriebsformen her – beispielswiese Hybrid-Antriebe. „Es kommt sehr häufig vor, dass wir für unsere Kunden einen Prototypen bauen“, erklärt sie. Die Kunden testen an ihnen neue Antriebe.

„Unternehmen wächst dynamisch“

Dass dies ein Zukunftsmarkt ist, lässt sich an der Firmenentwicklung ablesen: Vor 16 Jahren mit 13 Mitarbeitern gegründet, arbeiten heute insgesamt 2.000 Menschen bei Bosch Engineering. Als das Unternehmen in Holzkirchen-Nord mit dem Bau des ersten Abschnitts begann, waren in der Firma 65 Mitarbeiter beschäftigt. Heute sind es 85: „Das Unternehmen wächst dynamisch“, sagt Fischer.

Und es will in Holzkirchen weiter wachsen. Bis 2020 will es die Mitarbeiterzahl in Holzkirchen auf 200 mehr als verdoppeln, also 115 neue Arbeitsplätze schaffen. Denn, so die Pressesprecherin: „Versetzungen von anderen Standorten in Deutschland sind nicht vorgesehen.“

Option auf dreifache Fläche

Dafür muss auch der zweite Bauabschnitt in Holzkirchen-Nord fertiggestellt sein. Bereits im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen, so der Plan. Das Gebäude soll noch einmal so groß werden, wie das erste. Im Frühjahr 2017 sollen dann auch die Mitarbeiter am Gewerbering an den neuen Standort ziehen.

Zu weiteren Wachstumsplänen, die das Unternehmen mit der Option auf weitere 40.000 Quadratmeter Fläche hat, kann Fischer noch nichts sagen. Drei Jahre gilt sie noch. Entscheidungen seien noch nicht getroffen: „Wir werden uns aber zu gegebener Zeit mit der Gemeinde zusammen setzen.“

Die Entscheidung über weitere Ausweisungen im Gewerbegebiet fallen im Holzkirchner Rathaus.
Die Entscheidung über weitere Ausweisungen im Gewerbegebiet fallen im Holzkirchner Rathaus.

Damit rechnet auch Verena Sattler, Wirtschaftsförderin der Marktgemeinde. Denn noch gebe es für die Freiflächen zur Erweiterung des Gewerbegebiets weder einen Bebauungs- noch einen Flächennutzungsplan: „Das ist alles landwirtschaftliche Fläche“, erklärt sie.

Wenn die Entscheidung für eine Erweiterung kommt, muss der Gemeinderat die Aufstellung der Pläne beschließen. Mit den Planungsarbeiten und der Beteiligung der Öffentlichkeit dauert das ein bis zwei Jahre. Dann muss das Gebiet erschlossen werden, bis eine Firma dort bauen kann.

Standort Holzkirchen ist gefragt

Die Gemeindeverwaltung setzt eher auf ein langsames Wachstum, sagt die zweite Bürgermeisterin Elisabeth Dasch. Bei der Vergabe will sich die Verwaltung Zeit lassen, bis die Wirtschaftsförderung ein interessantes Projekt für die Fläche gefunden hat. Etwa drei Anfragen erhält Sattler in der Woche. Für Holzkirchen-Nord kommen aber nur innovative, technologiebasierte Unternehmen in Frage. So ist es im Bebauungsplan vorgeschrieben.

Durch diese Entwicklung könnten die Zeiten sinkender oder niedriger Gewerbesteuereinnahmen vorbei sein. Drei Jahre werde es aber noch dauern, bis diese wieder steigen, schätzt Dasch: „Die Firmen in Holzkirchen-Nord sind ja noch im Aufbau. Aber in drei Jahren rechnen wir mit Mehreinnahmen.“

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