Es wird enger am Moarhölzl

von Laura Lorefice

In den letzten Wochen sind viele neue Bewohner in die Traglufthalle am Moarhölzl eingezogen. Derzeit leben dort insgesamt 130 Menschen. Morgen folgen weitere 20. Was bedeutet der Zuwachs für den Holzkirchner Helferkreis und die Flüchtlinge selbst?

Zusammen rücken: Derzeit leben 130 Menschen in der Traglufthalle am Moarhölzl. Ab morgen werden es noch einmal mehr./Bild: Lorefice
Zusammen rücken: Derzeit leben 130 Menschen in der Traglufthalle am Moarhölzl. Ab morgen werden es noch einmal mehr. Doch die Stimmung ist gut. /Bild: Lorefice

Morgen um 9 Uhr geht es los: Rund 20 junge Männer packen ihr Hab und Gut und ziehen von der alten Seeturnhalle in Gmund in die Holzkirchner Traglufthalle um. Dort leben zurzeit 130 Asylbewerber. In den letzten Wochen sind Flüchtlinge aus Waakirchen, Tegernsee und Weyarn dazu gekommen. Was bedeutet der Zuwachs für den Helferkreis?

Holzkirchens Integrationsbeauftragte Maria Korrel erklärt auf Nachfrage:

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Soviel mehr Leute sind natürlich eine neue und große Herausforderung für den Helferkreis. Wir brauchen jetzt vermehrt Arbeitskräfte, vor allem Sprachlehrer. Die könnten wir sehr gut gebrauchen.

Eine Unterstützung seien die Betreuer der Container am Holzkirchner Ortsrand. Dort würden laut Korell, nicht mehr so viele Ehrenamtliche gebraucht werden. Die dortigen Bewohner leben schon seit zwei Jahren in Holzkirchen und werden immer selbstständiger. Ansonsten würde alles ganz normal weiterlaufen, so die Integrationsbeauftragte.

Gelassene Stimmung

Doch wie werden die neuen Bewohner, die von den Turnhallen aus dem Landkreis nach und nach in die Traglufthalle umziehen, aufgenommen? Korell erzählt:

Die neuen Bewohner sind gut aufgenommen worden. Für die Holzkirchner Flüchtlinge ist das eine ganz normale Situation. Sie wissen ja, dass in der Halle noch viele Plätze frei sind und Leute dazu kommen. Viele kennen sich zum Teil auch schon aus der Schule oder den Sprachkursen. Die Leute sind teilweise gut vernetzt.

Ziehen am morgen in die Holzkirchner Traglufthalle um: Ali Hashahn (links) und Ghazan fax Ali (rechts).
Ziehen morgen in die Holzkirchner Traglufthalle um: Ali Hashahn (links) und Ghazan fax Ali (rechts).

Bei dem morgigen Umzug von Gmund nach Holzkirchen werden auch Ghazan fax Ali und Ali Hashahn mit dabei sein. Wie ist es für die beiden ihre gewohnte Unterkunft in Gmund nun zu verlassen?

„It`s okay“, sagt Ghazan. Auf die Frage, ob er denn wisse, wohin er kommen wird, antwortet er spontan mit „Nein“. Auch Ali sieht in dem bevorstehenden Umzug nichts Negatives. Lächelnd beschreibt er seine elementaren Bedürfnisse: „Essen, schlafen und in den Himmel schauen können – das ist mir wichtig“.

Beide haben vor, in Deutschland zu bleiben und den Führerschein zu machen. Der 22-jährige Ghazan möchte in einem Pizza-Shop arbeiten. Ali, ebenfalls 22 Jahre alt, will Architekt werden. Doch erst einmal brauchen sie eine neue Bleibe und ziehen morgen nach Holzkirchen um. Für wie lange sie dort bleiben, ist derzeit jedoch völlig unklar.

Wer hat Zeit und Lust den Holzkirchner Helferkreis zu unterstützen?
Bei Interesse Email schreiben an: Maria Korell,  korellm@holzkirchen.de

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