Holzkirchner Asylbewerber streitet Schuld ab
Eskalation während eritreischer Tauffeier

von Nina Häußinger

Im September vergangenen Jahres eskalierte in Otterfing eine eritreische Tauffeier. 20 Personen gingen aufeinander los. Auch ein Asylbewerber aus Holzkirchen, der schon mehrmals auffällig wurde, war involviert. Der streitet jetzt alles ab.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften musste zu der Schlägerei in Otterfing anrücken. /Foto: Jean Marc Mannelli

Anfang September eskalierte in Otterfing eine eritreische Tauffeier. Rund 20 Personen schlugen mit Zaunlatten und Steinen aufeinander ein. Zwei Männer wurden verletzt. Rettungskräfte und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Zehn Streifen aus Holzkirchen, Bad Wiessee, Miesbach, Geretsried und Bad Aibling und ein Hundeführer waren im Einsatz.

Die Eltern des getauften Kindes stammen aus Eritrea und wohnten zu diesem Zeitpunkt in einer Unterkunft in der Palnkamer Straße in Otterfing. Zur der Feier luden sie ihre Landsleute aus der Umgebung ein. Viele der Gäste reisten aus Dresden und Nürnberg an. Das machte die Ermittlungen für die Holzkirchner Beamten nicht leichter.

Sechs Beteiligte konnte die Polizei fassen. Einer der Beschuldigten, der damals in Holzkirchen wohnte, war laut Polizei schon bekannt und bereits mehrmals negativ aufgefallen. Über Monate wurden nun die Identitäten der Beteiligten geklärt und Personen vernommen.

Auslöser und Schuldige konnten nicht ermittelt werden

Sachbearbeiter Jürgen Daske erklärt jetzt auf Nachfrage: “Der Streit ist in jedem Fall unter den beteiligten der Tauffeier ausgebrochen.” Den Auslöser habe man immer noch nicht explizit ermitteln können.

Auch der besagte Mann aus Holzkirchen wurde vernommen. Er habe jedoch alle Vorwürfe abgeschritten, so Daske weiter. Aktuell ist der Flüchtling also weiterhin in Holzkirchen wohnhaft. “Die Sache wird jetzt dann an die Staatsanwaltschaft weiter gegeben”, erklärt Daske. Dann werde man sehen, ob es weiter verfolgt , oder ad acta gelegt wird.


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