Exklusives Bauvorhaben in der Nähe des Yachtclubs in Wiessee

Von Redaktion

Am Strandbad 18 lag eine Bauvoranfrage zum Neubau eines Einfamilienhauses im Wiesseer Bauausschuß vor. Die Ursprüngliche Planung für das Grundstück wurde das erste Mal vor etwa einem jahr vorgelegt. Damals waren zwei langgestreckte Gebäude mit ca. 40 x 6,6 Meter vorgesehen. Das Landratsamt hatte damals zwar eine grundsätzliche Zustimmung signalisiert aber ein Veto vom Wiesseer Gemeinderat kassiert. „Rund 7-8 Verstöße gegen die Ortssatzung wurden damals festgestellt“, erklärt Helmut Köckeis, der Leiter der Wiesseer Bauverwaltung.

Soweit die Vorgeschichte. Jetzt wurde ein neuer Antrag für eine Bauvoranfrage eingereicht. Bauvoranfrage dienen lediglich dazu, dass der Bauträger seine erste Idee präsentiert und der Bauaschuss seine erste Einschätzung abgibt, ob ein Gebäude in der gewünschten Art überhaupt vorstellbar ist. Bei einem Ja arbeitet der Bauträger anschließend einen Bauantrag aus, der dann zur Abstimmung vorgelegt wird.

Das jetzt vorgestellt Gebäude soll eine Grundfläche von 27×14 Meter bekommen. Das einstöckige Haus soll auf Pfählen errictet werden und ringsum einen Holzsteg bekommen. Das Dachgeschoß bleibt ohne Nutzung. Richtung Straße ist eine im Gebäude integrierte Doppelgarage vorgesehen. Außer Garagentor und Eingangstüre ist Richtung Straße kein Fenster oder ähnliches. Das verleiht dem Gebäude eine Wenig den Eindruck einer großen Bootshütte. Das Dach soll eine Blecheindeckung bekommen. Richtung See werden sehr großflächige Fenster eine Glasgestaltung schaffen.

Und das war dann auch der Diskussionspunkt. Zwar freut man sich allgemein, dass das Gebäude in den Dimensionen deutlich kleiner ausfällt, wie der Entwurf von vor einem Jahr. Aber die Fenster ohne Sprossen stoßen einigen sauer auf. Außer Herrn Köckeis, dem wäre es am liebsten, „wenn man das Thema endlich vom Tisch hätte – wir haben inzwischen unzählige Vorstellungen gesehen. Die Bauweise ist zwar etwas unkonventionell aber warum nicht.“

Bürgermeister Höß meint dazu: „Das würd sich sehr geschickt in die Umgebung einfügen.“

Kurt Sareiter (CSU): „Zwei Punkte fallen mir auf. Die fehlenden Sprossenfentsre. nicht nur weil wir es in der Satzung haben, sondern weil das in unserer Gegend einfach positiver aussieht. Und dann ist auf der Westseite nur eine Tür und sonst nichts. Das sieht seltsam aus.“

Der stellvertretende Bürgermeister Huber sagte: „Es wirkt wirklich eher wie eine Bootshütte. Die Bauanträger haben sich viele, viele Gedanken gemacht. Das Gebäude hat durchaus Charme auch wenn es auf Stelzen steht. Ich könnt mir gut vorstellen, dass das Gebäude, wenn man zustimmt, etwas ganz besonderes ist“.

Bürgermeister Höß schließt die Runde: „Man sollte das durchaus mal zulassen ohne Sprossen, weil das passt dort einfach nicht in die moderne Architektur.

Trotz der Diskussionen um die Fenster wurde der Antrag einstimmig angenommen. Aber es ist ja nur der Vorantrag. Wie sich der absolut unbayerische Stil bei der endgültigen Abstimmung schlagen wird, muss sich erstmal noch zeigen.


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