Tegernseerstimme
Die neuesten Nachrichten aus dem Tegernseer Tal. Der kostenlose Newsletter der Tegernseer Stimme täglich um 18 Uhr
Anzeige | Hier können Sie werben

Gefährliche Verfolgungsjagd bis Weyarn

Fahrer entkommt Polizei mehrmals

Von Filiz Eskiler

Am Mittwoch wurde eine Polizeistreife auf ein Auto mit vier Insassen aufmerksam. Als der Fahrer das bemerkte, läuteten wohl die Alarmglocken – denn er ging bis kurz vor Weyarn aufs Gas. Dabei wurden auch Außenstehende gefährdet. Am Ende konnte nur ein Insasse entkommen.

Am Mittwoch, den 26. Januar, war ein VW mit vier männlichen Insassen auf der A8 Richtung Salzburg unterwegs. Gegen 17:45 Uhr wurde eine Streifenbesatzung der Fahndungs- und Kontrollgruppe des Polizeipräsidiums München auf den Wagen aufmerksam. Die zwei Beamten machten sich daran, das Auto verdachtsunabhängig anzuhalten – doch dies klappte nicht so reibungslos wie erhofft.

Die Streife fuhr vor das Auto, und signalisierten dem Fahrer per Anhaltesignalgeber, dass eine Kontrolle bevorsteht. An der Autobahnausfahrt Weyarn wurde der VW von der Autobahn dirigiert. Die Streife hatte im Sinn, den Wagen an der Ausfahrt auf einem Pendlerparkplatz zu kontrollieren. Die Polizei München berichtet:

Als die beiden Fahrzeuge zur Abzweigung des Pendlerparkplatzes kamen, fuhr der VW plötzlich nach rechts auf die Staatsstraße 2873 in Richtung der Ortschaft Weyarn und beschleunigte stark.

Damit hat für die Beamten eine Verfolgungsjagd begonnen, zunächst bis kurz vor dem Ortseingang Weyarn. Dort wurde das Auto überholt und abermals mittels polizeilicher Anhaltekelle und Anhaltesignalgeber aufgefordert, anzuhalten. Das war dem Fahrer egal – er beschleunigte erneut auf etwa 80 km/h und überholte die Polizeistreife.

„Versuche der beiden Beamten, die Geschwindigkeit des VWs einzubremsen, wurden durch riskante Fahrweise missachtet“, so die Polizei München. Bei einem Überholversuch beispielsweise setzte der Fahrer bereits zum Überholen an, sodass ein entgegenkommender Fahrer stark abbremsen musste, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Aber auch die Beamten konnten einen Zusammenstoß knapp verhindern: der Verfolgte fuhr zielgerichtet auf die Front des Dienstfahrzeuges zu. Die Polizisten mussten eine Vollbremsung einlegen. Auch das verfolgte Auto kam dadurch zum Stehen – der Fahrer versuchte es daraufhin mit dem Rückwärtsgang.

Eine Insasse schafft die Flucht

Während der Fahrer rückwärts versuchte, zu entkommen, stiegen die Beamten aus ihrem Wagen aus und gingen auf den VW zu. Der Fahrer wurde dabei aufgefordert, den Motor abzustellen und das Fahrzeug zu verlassen, berichtet die Polizei.

Insgesamt vier Personen befanden sich in dem Auto: bei dem Fahrer handelte es sich um einen 35-Jährigen ohne festen Wohnsitz. Zwei weitere Personen, ein 35-Jähriger und ein 21-Jähriger, stammen aus dem Landkreis Freising. Die vierte Person konnte nach dem Aussteigen in unbekannte Richtung entkommen. Die Polizei berichtet weiter:

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Geflüchteten durch das Polizeipräsidium Oberbayern Süd verlief ohne den gewünschten Erfolg. Bei einer Durchsuchung des Pkws wurden mehrere Beutel mit Betäubungsmitteln aufgefunden, welche nach eigenen Worten dem Fahrer gehörten.

Zusätzlich fand man bei dem Fahrer einen gefälschten Impfausweis – nach erster Erkenntnis eine Totalfälschung – welcher beschlagnahmt wurde. Auch ein Drogentest auf Betäubungsmittel schlug bei dem 35-Jährigen positiv an. Er wurde zu einer Polizeiinspektion nach München gebracht. „Der Beifahrer und Mitfahrer aus dem hinteren Raum konnten vor Ort entlassen und beim geparkten Pkw belassen werden“.

Da der 35-jährige Fahrer keinen festen Wohnsitz hat, wurde er nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I und einer durchgeführten Blutentnahme der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Er wurde noch im Laufe des darauffolgendes Tages einem Richter vorgeführt. Der 35-Jährige wurde angezeigt wegen dem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr, der Gefährdung des Straßenverkehrs in Folge berauschender Mittel und dem Besitz von Betäubungsmitteln.

Die Ermittlungen zum Fall führt unter anderem die Verkehrspolizei München.


Unternehmen aus unserer Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt


Aktuelle Jobangebote aus der Region
Tegernseerstimme

Tegernseerstimme