Festgottesdienst mit Kardinal Marx am Pfingstmontag

von Redaktion

Zum Abschluss der Feierlichkeiten zum 900. Jahrestag der ersten Erwähnung einer Pfarrkirche St. Laurentius in Egern am Tegernsee feiert der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, am Pfingstmontag, 28. Mai, einen Festgottesdienst mit den Gläubigen des Pfarrverbandes Tegernsee-Egern-Kreuth.

Der Gottesdienst, der mit einem Kirchenzug um 9.45 Uhr eröffnet wird, wird von der Rottacher Blaskapelle, der Familienmusik Wackersberger und dem Kirchenchor Egern musikalisch gestaltet.

Seit Oktober 2011 hatten die Gläubigen des Pfarrverbandes das Jubiläum mit Gottesdiensten, Konzerten und Vorträgen gefeiert. Auch die Restaurierung des Heiligen Grabes von Egern konnte abgeschlossen werden, sodass es rechtzeitig zur Fastenzeit 2012 nach mehr als 100 Jahren wieder in St. Laurentius zu sehen war.

Im Jahr 1111 oder 1112 ließ der damalige Abt des Klosters Tegernsee, Abt Aribo, in Egern eine Kirche errichten, die dem Heiligen Laurentius, einem römischen Märtyrer, geweiht wurde. Ihr Aussehen ist heute nicht mehr bekannt. Die Kirche gehört zur Pfarrei Gmund, die das ganze Tegernseer Tal umfasste, und sollte für die Gläubigen im südlichen Teil des Tales eine näher gelegene Möglichkeit zum Gottesdienstbesuch schaffen.

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1187 errichtete Bischof Otto II. von Freising wegen der „Rauheit und Länge des Weges“ nach Gmund Egern als eigene Pfarrei. 1466 wurde der heutige Kirchenbau unter Abt Konrad Airinschmalz durch den Klosterbaumeister Alex Gugler errichtet. Ab 1647 wurde St. Laurentius mit seinem Marienaltar ein beliebter Wallfahrtsort.

Die Gläubigen schrieben es Marias Fürbitte zu, dass der Ort von feindlichen Angriffen und Unwetter verschont geblieben war. Zwischen 1648 und 1804 wurden in Mirakelbüchern etwa 5.000 Gebetserhörungen niedergeschrieben. Im späten 17. Jahrhundert wurde die Kirche im Stil des Barock neu ausgestattet, unter anderem erhielt der Hochaltar ein Gemälde von Georg Asam. 1707/1708 wurde St. Laurentius vergrößert. Mit der Säkularisation von 1803 endete die Wallfahrt und auch die Zuständigkeit des Klosters Tegernsee für Egern.

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