Landtagsabgeordneter Florian Streibl lädt Holzkirchner zum Gespräch
Flüchtlinge, Pendler, Südumfahrung

von Lydia Dartsch

“Wir möchten eine überregionale Lösung finden”, sagt Marktgemeinderätin Birgit Eibl über die Problematik der Südumgehung in Holzkirchen. Deshalb wollen die Freien Wähler dieses und weitere Themen nun in den Bayerischen Landtag tragen und haben sich für kommenden Montag den Abgeordneten Florian Streibl (FWG) und die Bürgerschaft zur “Fraktion vor Ort” in den Altwirt eingeladen.

Die Debatte über die Südumgehung ist zwar eingedämmt, aber noch nicht befriedet. Über die Sorgen und Nöte der Bürger/innnen will sich Florian Streibl (FWG) am Montag ein Bild machen.
Die Debatte über die Südumgehung ist zwar eingedämmt, aber noch nicht befriedet. Über die Sorgen und Nöte der Bürger/innnen will sich Florian Streibl (FWG) am Montag ein Bild machen.

“Herr Streibl hat im Vorhinein schon gehört, dass es in Holzkirchen ein paar Probleme gibt”, sagt Birgit Eibl auf Nachfrage. Daher habe er von sich aus angeboten, in die Marktgemeinde zu kommen, um sich vor Ort ein Bild zu machen. “Wir hoffen, dass er dann die notwendigen Schritte in die Wege leitet, um Lösungen auf Landtagsebene zu finden”, so Eibl.

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Beispielsweise für die geplante Südumgehung: Seit den Sechziger Jahren laufe das Vorhaben, sagt Eibl. In dieser Zeit seien aus einer Umgehungstrasse drei geworden. Über Problemlagen wie diese und die Entwicklungen in den vergangenen 20 bis 30 Jahren wird sie referieren: “Ich habe ein paar Karten zusammen gestellt, die das gut visualisieren.”

Ausnahmen für Abstandsvorschriften

Auch die Unterbringung von Asylbewerbern wird am Montag Thema sein. Genauer gesagt: Die Bauvorschriften, die laut Eibl dazu führen, dass die Menschen in Turnhallen untergebracht werden müssen, “unter menschenunwürdigen Bedingungen”, wie sie sagt: “Sie haben dort kein bisschen Privatsphäre. Die ist für die teils traumatisierten Menschen aber nötig”, sagt sie.

Freiflächen, um Wohncontainer aufzustellen habe die Marktgemeinde, sagt sie. Doch Bauanträge würden abgelehnt, weil die Abstandsvorschriften nicht eingehalten werden könnten. Beispielsweise bei einem Grundstück an der Bahntrasse meint Eibl:

Dort hätte man eine vier Meter hohe Lärmschutzwand bauen müssen, um die Container aufzustellen. Für die bereits vorhandenen Häuser dort musste dies aber nicht geschehen.

Das dritte Problem ist die tarifliche Anbindung an das Münchner Nahverkehrsnetz der MVV. Denn genau in Holzkirchen sei der sogenannte Tarifsprung: Die Fahrkarten verteuern sich für alle Bewohner die weiter weg wohnen drastisch, sagt sie. Um zu sparen, fahren viele Pendler mit dem Auto an den Bahnhof. Nur 38 Prozent der dort parkenden Autos seien aus Holzkirchen. 30 Prozent kämen aus dem Landkreis Miesbach, weitere 30 Prozent aus dem Landkreis Tölz.

Der Landtagsabgeordnete Streibl soll sich die Probleme anhören und schauen, ob er im Landtag für Lösungen sorgen kann, hofft Eibl. Zusagen macht der Abgeordnete aber nicht: “Ich will vor allem zuhören und neue Informationen gewinnen”, sagt er auf unsere Anfrage.

Er habe von dem Streit um die Südumfahrung gehört und Birgit Eibl auf die Veranstaltungsreihe “Fraktion vor Ort” hingewiesen. Daraufhin habe sie ihn eingeladen. Vor allem sind die Bürger/innen dazu eingeladen: Am Montag, 6. Juli, um 19:30 Uhr im Altwirt in der Tölzer Straße.

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