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Fünf neue Asylbewerber kommen im Tal an

Flüchtlingsfamilie findet Zuflucht in Tegernsee

Von Nina Häußinger

In Tegernsee sind gestern neue Asylbewerber aus dem Kongo angekommen. In einem kleinen Haus, das die Gemeinde an das Landratsamt vermietet, wurden die Neuankömmlinge untergebracht. Betreut werden sie von der Kolpingfamilie Tegernseer Tal.

Eigentlich wurde die fünfköpfige Familie schon am Freitag erwartet. Deshalb lief die Ankunft etwas chaotischer ab als geplant.

Die im Juli von Pfarrer Walter Waldschütz ins Leben gerufene Kolpingfamilie Tegernsee kümmert sich um die Familie.
Die im Juli von Pfarrer Walter Waldschütz ins Leben gerufenen Kolpingfamilie Tegernsee kümmert sich um die Familie.

Auch die Stadt Tegernsee hat seit einiger Zeit eine Unterkunft für Asylbewerber gefunden. Im Ort haben inzwischen zwei Familien Zuflucht in einem Haus gefunden. Schon seit rund sechs Wochen wohnt dort eine Mutter mit Kind. Gestern ist in das obere Stockwerk dann ein Ehepaar mit drei kleinen Kindern eingezogen.

Überraschende Ankunft der Asylbewerber

„Das Haus stand leer, und die Stadt hat es wieder bewohnbar gemacht“, erklärt Bürgermeister Peter Janssen. Mit dem Landkreis sei ein Mietvertrag über drei Jahre vereinbart worden. Dass die Familie kommen wird, sei dem Landratsamt schon seit letztem Mittwoch bekannt gewesen, erklärt Pressesprecherin Gabriele Dorby.

Trotzdem muss der Einzug gestern recht unorganisiert abgelaufen sein. Die Familie hatte bei der Ankunft keinen Schlüssel, und so mussten die Nachbarn erst die Stadt darauf aufmerksam machen. Diese habe dann das Landratsamt informiert. „Die Asylbewerber sollten eigentlich schon am Freitag ankommen“, erklärt Dorby die Situation vor Ort.

Kolpingfamilie hilft bei Integration

Warum die Familie dann erst gestern das Tal erreicht hat, weiß man auch im Landratsamt derzeit nicht. Trotzdem sei natürlich so schnell wie möglich ein zuständiger Beamter der zuständigen Behörde nach Tegernsee gefahren, um Geld für erste Lebensmittel und den Schlüssel zu übergeben.

Für alles, was über die gesetzliche Versorgung hinaus geht, ist nun die Kolpingfamilie Tegernseer Tal zuständig. Die Organisation hat sich bereiterklärt, die Integration der Familie zu übernehmen. Wie genau das abläuft, will die Vorsitzende Veronika Spät nun klären. Vorerst sei es jedoch das Wichtigste, dass die Familie die Möglichkeit bekomme, in Ruhe am Tegernsee anzukommen, so Spät abschließend.

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