Wiessee nimmt Kredit auf

Fremde Millionen für’s Badehaus

Von Nina Häußinger

Wiessee ist hochverschuldet. Laut Kämmerer steht der Schuldenabbau ganz oben auf der Prioritätenliste. Trotzdem investiert die Gemeinde in diesem Jahr in Großprojekte. Für eines davon wird sogar ein Kredit in Millionenhöhe aufgenommen.

Schon im Juli soll der Bau für das neue Badehaus beginnen - Kostenpunkt: Knapp 4 Millionen
Schon im Juli soll der Bau für das neue Badehaus beginnen – Kostenpunkt: Knapp vier Millionen Euro.

Schon im Juli sollen die Bauarbeiten für das geplante Badehaus in Bad Wiessee starten. Das Gebäude soll zwischen Wilheminastraße und Breitenbach wegen des Gefälles auf Stelzen entstehen. Die Gemeinde beschleunigt das Tempo, denn der Badebetrieb soll möglichst ohne lange Unterbrechungen weitergehen. Im Frühjahr nächsten Jahres soll Eröffnung auf 1.200 Quadratmetern Geschossfläche gefeiert werden.

Die Verantwortlichen hatten ursprünglich einen Investor gesucht. Die Gemeinde wäre dann selbst nur Mieter gewesen. Doch die Planungen östlich der Klinik am Kirschbaumhügel mit etlichen Arztpraxen in einem Medizinzentrum wurde vom Gemeinderat verworfen.

3,8 Millionen Kredit

Monatlich hätte die Gemeinde 30.000 Euro Pacht zahlen müssen, und die habe man sich nicht leisten können. „Damit hätten wir kein Land gesehen, jemals in schwarze Zahlen zu kommen“, erläuterte Bürgermeister Peter Höß im Dezember die Kehrtwende.

Jetzt baut Wiessee also selbst. Um das stemmen zu können wird in diesem Jahr ein Kredit in Höhe von 3,8 Millionen Euro aufgenommen. „Hauptsächlich wegen des Neubaus des Badehauses“, so Kämmerer Franz Ströbl in der letzten Gemeinderatssitzung.

„Beim Badehaus war es die richtige Entscheidung, das Projekt selbst in die Hand zu nehmen“, so Kurt Sareiter (CSU). Wie berichtet wird neben der Großinvestition Badehaus auch der Lindenplatz komplett neugestaltet. Bei einer Gesamtverschuldung der Gemeinde in Höhe von rund 28 Millionen stehe, so Ströbl, aber trotzdem der Schuldenabbau im Fokus.


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