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Glosse über dubiose Jobs im berüchtigten Nordlandkreis

Für eine Handvoll Dollar

Von Florian Eiler

In der heutigen Zeit ist Lärm eine Zumutung. Krach vom Rasenmähen dagegen ist wahres Teufelszeug. Warum uns in der Situation in Holzkirchen nur noch ein Kopfgeldjäger helfen kann?

Was das mit dem Job des Barkeepers zu tun hat? Und wie der Gemeinderat das Problem im Keim ersticken könnte? Lesen Sie die ganze Geschichte in der wöchentlichen Glosse.

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Eine Glosse von Florian Simon Eiler:
Mal ehrlich, es gibt Jobs, die müssen sich andauernd mit irgendwelchen Vorurteilen herumschlagen. Zum Beispiel gibt es da den Barkeeper. Von dieser Berufsgruppe behauptet man, dass sie ständig die besten Frauen abkriegen würde. Begründung: Das weibliche Geschlecht geht auch mal gerne alleine aus, positioniert sich dabei lieber an der Bar und schlürft dann gerne den einen oder anderen Cocktail. Der Keeper hat sozusagen freie Auswahl. Das ist natürlich völliger Quatsch. Klar, die Auswahl hat er schon, doch meistens sind die Frauen total besoffen, bis der Gute seinen wohlverdienten Feierabend einläuten darf.

Mit dem Beruf des Kopfgeldjägers hat man im Landkreis Miesbach noch nicht so viel Erfahrung. Glaubt man US-amerikanischen Filmstreifen, so könnte auch die Tätigkeit hierzulande nicht ungefährlich und äußerst stressig werden. In Warngau und Holzkirchen ist man derzeit bemüht, mit diesen Unwahrheiten aufzuräumen. Erste Erfolge gibt es für die Warngauer „bounty hunters“. Sie haben aller Voraussicht nach Bürgermeister Klaus Thurnhuber den berüchtigten Schmierer des Bushäuschens und anderer öffentlicher Einrichtungen ans Messer geliefert. Wer sich jetzt über die 500 Euro Belohnung freuen kann, ist nicht bekannt.

Rangeleien am Herdergarten

Weitaus schwieriger könnte die Jagd nach den Rasenmäher-Fahrern in Holzkirchen werden. Immer mehr Gemeindebürger werden von ihnen terrorisiert. Sie mähen alles nieder, was ihnen unter’s Messer kommt. Und noch viel schlimmer, wann immer sie wollen. Der zumutbare Lautstärkepegel wird mittags, sonntags und zum Deutschland-Spiel dramatisch überschritten. Für so einen Fall braucht man den Champ aller Kopfgeldjäger. Frisch eingeflogen aus den Vereinigten Staaten patrouilliert Duane „Dog“ Chapman, der Jäger aus Hawaii, die Roggersdorfer Straße auf und ab.

In seiner 27-jährigen Karriere soll er an die 7.000 Flüchtige eingesammelt haben. „Dog“ wird mit diesen Unruhestiftern kurzen Prozess machen. Wilde Verfolgungsjagden auf einem MTD Aufsitzmäher MINIRIDER 60 RDE die Münchner Straße entlang und Rangeleien am Herdergarten mit den berüchtigten Green-Dezibel-Rangers Holzkirchen.

Übrigens: Seine Frau Alice Elizabeth Smith, die bei jeder Aktion mit dabei ist, soll einen teuflischen rechten Aufwärtshaken haben. Die dingfest gemachten Lärmverursacher werden zu einem Sensenseminar nach Hartpenning verdonnert. Mit solchen Aktionen kehrt dann nach einem lautstarken WM-Sommer garantiert wieder etwas mehr Ruhe in der Gemeinde ein. Eine weniger spektakuläre Alternative: Der Erlass einer Rasenmähersatzung in der Holzkirchner Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause.

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