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Fablab in Gmund eröffnet im November

Für Tal-Tüftler und Erfinder

Von Laetitia Schwende

Für Kreative, Bastler und Erfinder gibt es in Gmund bald einen Ort, an dem sie sich voll ausleben können. Im November eröffnet in der Tölzer Straße das FabLab mit unzähligen Möglichkeiten handwerkliche und technische Projekte umzusetzen.

Alexander Kutschera vor der Elektronikabteilung

„Wir wollten eine offene High-Tech Werkstatt für Prototypen, die wirklich für alle zugänglich ist“, erzählt Alexander Kutschera, Geschäftsführer von FabLab. Die Idee für eine derartige Werkstatt im Tal habe es schon länger gegeben, doch mit ihm ist das Ganze erst richtig ins Rollen gekommen. Kutschera ist MINT-Manager und Teil des MINT-Netzwerks Bayern.

Diese Initiative zur Förderung der MINT-Fächer hat eine flächendeckende Verbesserung des naturwissenschaftlich-technischen Bereichs zum Ziel. Es soll die Bereitstellung von Angeboten vor Ort unterstützt, koordiniert und durch neue zusätzliche Lernorte und Aktivitäten ergänzt werden.

Kutschera selbst war schon länger mit seinem mobilen Fablab an Schulen unterwegs und konnte dort viele Kinder für Naturwissenschaft und Technik begeistern. Dadurch könne man früh Kontakt herstellen, zu diesen Themen, so Kutschera. Außerdem sagt er:

Wir wollen das Ganze an Personen herantragen, die diesen Themen noch nicht begegnet sind.

In der Station in Gmund stehen nun auf 97 Quadratmetern – mietfrei gesponsert von der Gemeinde Gmund – modernste technische Geräte frei zur Verfügung. Sieben 3D Drucker, Laser– und Schneideplotter, eine Elektronikecke und ein Zimmer für Holzarbeiten laden zum basteln, tüfteln und prototyping ein. Auch für Textilarbeit ist in Form von Workshops gesorgt.

Elektronik, Schneideplotter, 3D-Drucker und vieles mehr, laden zum basteln ein.

Besonders stolz ist Kutschera auf die Laborabteilung. Er selbst hat in Molekularbiologie promoviert und zeigt mit Begeisterung, alles was nötig ist, um eine PCR durchzuführen. „In einem Szenario haben wir zum Beispiel einen Tatort mit vier verschiedenen DNA Spuren. Mit Hilfe der PCR können wir dann den Täter ermitteln. Eine andere Nutzungsmöglichkeit wären aber beispielweise, Futtermittel auf gentechnisch veränderte Komponenten zu testen.”

Egal was erprobt oder gebaut werden soll, Kutschera betont, dass jeder willkommen sei. Die Werkstatt soll inklusiv sein und nicht durch Preis- oder Technologiebeschränkungen Innovation, Fortschritt und kollaboratives Arbeiten verhindern.

Einzige Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft im Verein zu einem Mindestbeitrag von gerade einmal fünf Euro im Monat. Nach einer Sicherheitseinweisung an allen Geräten kann dann auch schon jeder lostüfteln. Wer interessiert ist, kann an einem “Tüftel-Tuesday” ganz unverbindlich vorbeischauen und die Gerätschaften ausprobieren. Alle weiteren Infos gibt es auf der Website der Oberlab.


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