Ganz einfach mehr Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren

von Redaktion

Müll trennt man nach Papier, Plastik, Glas, Bio- und Restmüll; das Fleisch wird bio gekauft; und Plastiktüten muss man im Laden mittlerweile extra bezahlen, manche Geschäfte haben sie sogar schon ganz verbannt. Viele bemühen sich bereits, nachhaltiger zu leben. Trotzdem gibt es im Alltag vieler Menschen immer noch Angewohnheiten, die überhaupt nicht umweltschonend sind. Dabei kann man bereits durch kleine Veränderungen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag sorgen.

Mode: Qualität statt Quantität

Im letzten Jahr lagen gedeckte Farben im Trend, dieses Jahr zieren alle Farben des Regenbogens die Modekataloge. Trends sind schnelllebig – viele Modegeschäfte wechseln sogar im Zwei-Wochen-Takt ihre Kollektionen. Was danach übrig bleibt, kommt direkt in den Ausverkauf, wo man dann T-Shirts zum Teil für unter fünf Euro erstehen kann. Das wiederum führt dazu, dass Kleidung viel schneller als Wegwerfware betrachtet wird. Laut einer Umfrage von Greenpeace sortieren zwei von drei Befragten regelmäßig ihre Kleidung aus, weil sie ihnen nicht mehr gefällt. Doch statt diese zu spenden, zu tauschen oder auf Handelsplattformen wie Kleiderkreisel oder Shpock anzubieten, wählen viele Konsumenten den bequemen Weg und schmeißen ihre Kleidung weg.

Um das zu vermeiden, sollte man versuchen, bewusster zu shoppen und auch mal in Markenkleidung aus nachhaltiger Produktion zu investieren. Doch bereits eine Basisgarderobe, bestehend aus hochwertigen Stücken, die man untereinander ganz einfach kombinieren und mit Einzelstücken modisch aufwerten kann, ist ein Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. Schaut man sich beispielsweise hier in der Auswahl der früheren Kollektionen der Designermarke Just Cavalli um, findet man auch wahre Klassiker wie das kleine Schwarze, eine Lederjacke oder gut sitzende Jeans. Daraus lässt sich leicht eine gute modische Basis zusammenstellen.

Verpackungsmüll reduzieren

Eine weitere Möglichkeit, im Alltag nachhaltiger zu agieren, ist die Reduzierung von Verpackungsmüll. Doch wenn Bananen im Supermarkt nochmals in Plastik verpackt sind, obwohl sie bereits natürlich durch ihre Schale geschützt sind, hat man es mit dem nachhaltigen Handeln gar nicht so einfach. Immerhin haben bereits sämtliche Rewe-Supermärkte die Einwegplastiktüte verbannt. Bei Aldi Nord und Süd wird es in Zukunft gar keine Einwegtüten mehr zu kaufen geben – weder aus Plastik noch aus Papier. Das ist ein guter Anfang, dennoch entsteht auch bei einem Einkauf ohne Einwegtüte jede Menge Verpackungsmüll: In einer Keksverpackung aus Karton liegen die einzeln in Plastik verpackten Kekse nochmals in einer Packung aus Plastik, Spaghetti und Brot sind in Plastik verpackt, genauso wie Grillkäse, der in einer Plastikfolie liegt, die wiederum von einem Karton umhüllt wird – alles Müll, der vermieden werden könnte.

Eine Lösung hierfür sind Supermärkte, die ganz ohne Verpackungen funktionieren. In München gibt es zum Beispiel den Laden Ohne, in Nürnberg kann man im ZeroHero unverpackt einkaufen und in Passau wird man im Tante Emmer auch ohne Verpackungen fündig. Das Konzept ist einfach: Regionale Bioprodukte stehen in großen Glasbehältern bereit. Wer hier etwas kaufen möchte, bringt Weckgläser und Dosen von zu Hause mit und verstaut darin seine Einkäufe. So vermeidet man nicht nur Verpackungsmüll, sondern kann zudem genau die Menge an Produkten kaufen, die man tatsächlich benötigt.


Bildrechte: Flickr Seed Financing Michael Heiss CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

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