Freizeitgebiet Oedberg: Parkplatzfläche kleiner als gedacht – Kletterhalle komplett vom Tisch

Von Redaktion

Zweite Anmerkung vom 10. November / 10:40 Uhr
Zum besseren Verständnis, wie das gesamte Gelände am Oedberg zukünftig aussehen soll, hier noch der Auszug aus dem Bebauungsplanentwurf. Der neue Parkplatz befindet sich im linken oberen Bereich. Zur besseren Ansicht des Entwurfs einfach auf das Bild klicken:

Bebauungsplanentwurf Oedberg: Der Parkplatz ist im linken oberen Bereich.

Anmerkung vom 10. November / 07:11 Uhr

Von unten gesehen links im Wald soll der Klettergarten entstehen

Lang ist es her, dass wir über das Gebiet am Gmunder Oedberg berichtet haben. Beziehungsweise über das, was der Eigentümer dort vorhat.

Jetzt war das Thema mal wieder auf einer Sitzung des Ortsplanungsausschusses und gleich mal gab es zwei Änderungen am ursprünglichen Bebauungsplan zu verkünden:

1. Die Parkflächen müssen im Sommer von 3 auf 2 Reihen gekürzt werden. Der Grund sind die umliegenden Bäume sowie deren Wurzeln. Die Naturschutzbehörde hatte interveniert und auf den Schutz der Bäume gedrängt.
Im Winter ist allerdings sogar eine 4-reihige Nutzung möglich, da dann der zusätzliche Schnee die Bäume schützt.

2. Die auf anraten der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) vorgesehene Kletterhalle ist komplett vom Tisch. Laut Georg von Preysing ist es derzeit unmöglich aufgrund naturschutzrechtlicher Bedenken das Projekt auch nur annährend genehmigt zu bekommen. Ergo wird es auch komplett aus dem Bebauungsplan herausgenommen.

Ursprünglicher Artikel vom 09. Juni:
Gestern war in Gmund die Sitzung des Ortsplanungsausschusses. Neben allerlei kleineren Sachen, stand auch das Gebiet Oedberg und der geplante Ketterwald auf dem Programm. Wie wir schon hier berichtet haben, hat das Landratsamt allerdings die erste Genehmigung des Gmunder Gemeinderates wieder kassiert. Das Landratsamt hat stattdessen einen neuen Flächennutzungsplan und einen Bebauungsplan für das Gelände gefordert. Bisher lief alles über einzelne Ausnahmegenhmigungen.

Das bedeutet zwar im ersten Schritt nicht unerhebliche Kosten für die Betreibergesellschaft Oedberglift Beteiligungsgesellschaft mbH aber auf lange Sicht bringt es auch eine gewisse Planungssicherheit. Wenn die Pläne erst einmal durch sind, steht einem weiteren Ausbau des Gebietes nichts mehr im Wege. Der Gmunder Gemeinderat hat Gestern den ersten Planentwürfen des beauftragten Architekten ohne Gegenstimme zugestimmt.

Folgende Veränderungen sind in dem Entwurf vorgesehen:

  • Der Bau des Kletterwaldes im östlich an die Piste angrenzenden Waldgebiet. Auf einer Fläche von rund zwei Hektar wurde das Gebiet freigegeben. Begrenzt wird das Gebiet durch den östlich im Wald verlaufenden Forstweg.
  • Ausbau der Parkplätze. Die Fläche, die dafür vorgesehen ist, ist die Fläche, die auch bisher im Herbst für Waldfeste und im Winterbetrieb genutzt wird. Die Fläche soll jetzt allerdings geschottert und so auch für den Sommer nutzbar gemacht werden. Platz für rund 100 Autos soll so geschaffen werden.
  • Der Bau eines neuen Gebäudes für die Skischule. Das Gebäude soll sich an die jetzigen Gebäude für Gastronomie und an die Talstation anschließen und sich auch optisch in den Bestand einfügen. Von unten gesehen ist der Platz rechts, also westlich der bestehenden Gebäude geplant.
  • Der Bau eines zweiten, parallelen Liftes. Der Lift wird neben dem jetzigen Lift entstehen und soll so die Kapazitäten erhöhen.
  • Außerdem wurde auf anraten der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) im Talbereich, östlich, also links der bisherigen Gebäude, eine Kletterhalle in den Entwürfen vorgesehen. Der Bau ist zwar noch nicht direkt geplant aber wenn er jetzt nicht in die Pläne aufgenommen wird, wird eine Umsetzung zu einem späteren Zeitpunkt schwierig bis unmöglich.
  • Geplant aber noch nicht in den Entwurf aufgenommen ist der Ausbau des Liftes weiter nach oben. Aus verfahrenstechnischen Gründen wird der Ausbau erst in den nächsten Wochen, quasi als Nachtrag, beantragt.

Alles was gestern beschlossen wurde, sind aber lediglich die Vorgaben für das Planungsverfahren. Sowohl der neue Flächennutzungsplan, wie auch der Bebauungsplan werden jetzt erstmal öffentlich ausgelegt. Drei Monate lang werden dann die Meinungen, Stellungnahmen und Einwände aller gehört. Dazu gehören auch die verschiedenen Ämter, wie Wasserschutz, Naturschutz, Landratsamt aber auch andere Träger öffentlicher Interessen, wie beispielsweise die Telekom.

Im Anschluss werden die Stellungnahmen und Einwände abgearbeitet, gegebenenfalls die Pläne daraufhin geändert und zur erneuten Einsichtnahme ausgelegt. Wenn dann alles passt, werden sie verabschiedet und es kann losgehen mit dem Bau des Kletterwaldes und was sonst noch so geplant ist.

Vier Monate wird das aber sicherlich brauchen und so wird das für diese Saison mit dem Kletterwald auf jeden Fall nichts mehr.

Sobald wir die exakten Architekten-Pläne für das Gebiet haben, werden wir sie hier natürlich auch zeigen.


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