BRK bedankt sich für großzügige Spende

Spenden sollen es richten

Von Nicole Posztos

Dritte Ergänzung vom 05. Juli / 19:06 Uhr
Bis Ende September soll das neue Rettungszentrum in Bad Wiessee fertig sein. Auf einer Grundstücksfläche von 3.500 m² entstehen dann Schulungs-, Schlafräume, sanitäre Anlagen sowie zentrale Unterstellmöglichkeiten für alle Rettungsfahrzeuge.

Insgesamt 1,7 Millionen Euro wird das komplette Gebäude mit einer Geschossfläche von etwa 1.640 Quadratmetern voraussichtlich kosten. Über zwei Stockwerke verteilen sich die Räumlichkeiten. Davon „gehören“ 950 Quadratmeter der Wiesseer Feuerwehr. 690 Quadratmeter sind für das Rote Kreuz reserviert.

Von links: Architekt Herbert Wagenpfeil, Feuerwehr-Kommandant Christian Stiglmeier, Bauleiter Matthias Walch, BRK-Bereitschaftsleiter Wilhelm Dörder und Wiessees Zweiter Bürgermeister Robert Huber.

Heute nun haben die Bauherren einen wichtigen Meilenstein hinter sich gebracht. In Anwesenheit des Zweiten Wiesseer Bürgermeister Robert Huber, dem Feuerwehr-Kommandanten Christian Stiglmaier und einigen Gästen wurde das Richtfest gefeiert.

Dabei dürfte zumindest den Verantwortlichen des BRK noch nicht so richtig nach Feiern zumute sein. Zwar hatten sie Ende Mai erst eine Spende in Höhe von 260.000 Euro von der Hubertus Altgeld Stiftung erhalten. Jedoch klafft immer noch eine Finanzierungslücke in Höhe von 220.000 Euro.

„Da sind wir auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen,“ so BRK-Kreisgeschäftsführer Alfred Mittermaier bereits Ende Mai.

Zweite Ergänzung vom 29. Mai mit der Überschrift: „300.000 Euro für neues BRK-Zentrum“
Insgesamt 800.000 Euro benötigt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) für den Neubau des Rettungszentrums, das hinter der Polizeiinspektion in Bad Wiessee entsteht. Finanzielle Unterstützung von staatlichen Stellen gibt es keine.

„Wir sind ausschließlich auf Spendengelder angewiesen“, stellt Alfred Mittermaier, Kreisgeschäftsführer des BRK-Miesbach, am heutigen Tag nochmals klar. Dass allerdings die „Hubertus-Altgelt-Stiftung“ nun einen Betrag in Höhe von 260.000 Euro spendet, damit konnte bis vor Kurzem niemand rechnen.

Hubertus Altgeld, der im Februar dieses Jahres im Alter von 77 Jahren verstarb, lebte lange Jahre im Tegernseer Tal. Noch zu Lebzeiten gründete er eine Stiftung mit Sitz in Tegernsee und brachte dort große Teile seines Vermögens ein.

„Die Stiftung unterstützt vor allem Jugendliche, Sportvereine und –organisationen und eben auch das Rettungswesen“, erklärt der Stiftungsvorstand Anton Lentner und fügt an: „So ist rund um den Tegernsee in allen fünf Tal-Gemeinden unter anderem schon das eine oder andere Rettungsfahrzeug über die Stiftung mitfinanziert worden.“

Ausstattung des Neubaus ist kein Wunschkonzert

Auf dem Spendenkonto eingegangen sind laut den BRK-Verantwortlichen bis vor Kurzem „nur“ rund 40.000 Euro. „Das hätte natürlich nicht gereicht, um mit den Rohbau-Bauarbeiten zu beginnen“, machte Kreuths Bürgermeister Josef Bierschneider in seiner Funktion als Vorsitzender klar.

Ohne das Geld der Stiftung hätte womöglich mit dem Bau des neuen BRK-Zentrums erst verspätet begonnen werden können. So konnte Ende März/Anfang April parallel mit der Wiesseer Feuerwehr, die auf dem gleichen Gelände ebenfalls ein neues Zentrum errichtet, gestartet werden. „Einige Dingen, wie zum Beispiel die Heizungsanlage, werden gemeinsam genutzt und finanziert“, so Willi Dörder, Chef der BRK-Bereitschaft Bad Wiessee.

Unterschiedliche Baustarts hätten eingeplante Synergieeffekte zunichte gemacht und vor allem aufseiten des BRK zu zusätzlichem Finanzbedarf geführt. Da der Kostenrahmen laut Dörder „sehr eng“ ist, will das Rote Kreuz im Ausbau auch nur das anschaffen was, wirklich nötig ist.

Weiterhin hofft man beim BRK auf finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung. Egal, ob kleine Beträge von Privatspendern oder größere Summen von Firmen – jeder Euro wird dringend benötigt.

Erste Ergänzung vom 05. Oktober mit der Überschrift: Spatenstich für Wiesseer Rettungszentrum und ein 5.000-Euro-Telefonat


Der Bau des Rettungszentrums in Bad Wiessee nimmt immer konkretere Formen an. Es ist zwar nur ein kleiner Schritt für die Projektgruppe „Rettungszentrum Bad Wiessee“ – aber ein großer in Richtung verbesserte Sicherheit für die örtliche Bevölkerung.

Der heutige Tag war, laut Wiessees Vizebürgermeister Robert Huber (SPD), „nur“ ein weiterer Meilenstein von vielen, bis voraussichtlich im Juli 2013 alles vollendet sein wird.

Seit einigen Jahren arbeiten alle an dem Bauvorhaben beteiligten Personen fieberhaft an der Umsetzung des neuen und rund 2,6 Millionen teuren Rettungszentrums. „Auch wenn ein Spatenstich nur ein obligatorischer Akt ist, so bedeutet ein solcher Termin zugleich: Jetzt können wir die Bleistifte auf die Seite legen und final mit dem Bau beginnen“, so Robert Huber.

Ende Oktober wird mit dem Bau begonnen

Konkret soll mit der Bauphase des Rettungszentrums, welches die Bad Wiesseer Feuerwehr und das Rote Kreuz zukünftig gemeinsam nutzen werden, spätestens innerhalb der nächsten 21 Tage begonnen werden.

Spartenstich Rettungszentrum Bad Wiessee 01
Allen ist die gute Laune beim Spatenstich anzusehen (v. l.): Architekt Herbert Wagenpfleil, Kreuths Bürgermeister und BRK-Vorsitzender Josef Bierschneider, Chef der BRK-Bereitschaft Bad Wiessee Willi Dörder, Vizebürgermeister Robert Hubert, Feuerwehrkommandant Christian Stiglmeier und Bad Wiessees Bürgermeister Peter Höß

Wo heute noch eine unbebaute 1.640 m² große Kiesfläche hinter der Polizeiinspektion brach liegt, entsteht innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre ein hochmoderner Gebäudekomplex (siehe ursprünglicher Artikel weiter unten).

Eine wichtige Rolle spielte von Beginn an und noch bis heute die Finanzierung des Bauvorhabens. Das betrifft vor allem das Rote Kreuz. Denn die Rettungsorganisation bekommt keinerlei staatliche Unterstützung bzw. Förderung durch den Bund, um den eigenen Kostenanteil in Höhe von 800.000 Euro zu stemmen.

Frohe Kunde während der Veranstaltung – 35.000 Euro auf Spendenkonto

Alfred Mittermaier, Kreisgeschäftsführer des BRK-Miesbach, freut sich über zahlreiche Spendeneingänge aus der Bevölkerung, die sich (Stand vor dem Termin) auf 30.000 Euro beliefen. „Darüber hinaus gibt es einige mündliche Förderzusagen, die aber noch nicht in trockenen Tüchern sind“, so Mittermaier, der anfügt: „Damit ist auf jeden Fall die erste Bauphase gesichert. Wir benötigen aber unbedingt weiter Spenden aus der Bevölkerung, die auch direkt über die Internetseite brk-zentrum.de getätigt werden können.“

Kurz vor dem Ende des Spatenstichtermins muss der BRK-Kreisgeschäftsführer seine Aussage bezüglich der Spendenhöhe revidieren: „In einem Telefont habe ich soeben erfahren, dass der Betrag auf unserem Spendenkonto auf 35.000 Euro angewachsen ist.“ Direkt zu

Ursprünglicher Artikel vom 6. Juli 2011:
Der Wiesseer Gemeinderat hat einstimmig, mit 15 zu 0 Stimmen, für den Bau eines neuen Rettungszentrums am Wiesseer Hügelweg am Breitenbach, in unmittelbarer Nähe der Polizei, votiert.

Damit ist zwar die Planungsphase vonseiten des Gemeinderats und des Projektgremiums, welches aus Vertretern des Roten Kreuzes, der Feuerwehr und der Gemeindeverwaltung bestand und „hervorragende Vorarbeit leistete“, abgeschlossen.

Die richtige Arbeit fängt jetzt aber erst an

„Nun gibt es zwar nichts mehr zu planen. Aber es geht endlich in die Genehmigungs- und anschließend in die Umsetzungsphase“, freute sich Gremiumsvorsteher und Vizebürgermeister Robert Huber, der nach der Abstimmung von einem „großen Schritt für das neue Rettungszentrum“ sprach.

Außenansicht des neuen Bad Wiesseer Rettungszentrums laut Bebauungsplan
Außenansicht des neuen Bad Wiesseer Rettungszentrums laut Bebauungsplan

Kostenrahmen von 2,6 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für das neue Einsatzzentrum in Bad Wiessee betragen ca. 2,6 Millionen Euro. Dieser Betrag geht aus der Kalkulationen des Architekten Herbert Wagenpfleil hervor. Der Gesamtbetrag beinhaltet sämtliche Baukosten (inkl. Ausstattung, technische Anlagen, Baunebenkosten). Huber geht ferner davon aus, dass der „unheimlich enge Kostenrahmen“ eingehalten oder sogar noch unterschritten werde.

Alle erforderlichen Unterlagen für die Baugenehmigung wurden beim Landratsamt Miesbach eingereicht. Laut Architekt Wagenpfeil, der den Gemeinderäten und Vertretern des BRK-Miesbach und der Feuerwehr den Bebauungsplan via PowerPoint-Präsentation vorstellte, kann – wenn der Bebauungsplan vom Landratsamt Miesbach abgesegnet wird – gegen Ende September mit dem Bau begonnen werden.

Raumeinteilung des Rettungszentrums laut Bebauungsplan
Raumeinteilung des Rettungszentrums laut Bebauungsplan

1.650 m² Gesamtnutzungsfläche

Die Pläne sehen eine Grundstücksfläche von 3.500 m² am Hügelweg vor. Wichtig ist, dass der Gemeinde Bad Wiessee dieses Grundstück gehört und nur Grenzgrundstücke angekauft werden müssen. Unter anderem daher bleibt das Budget in einem überschaubaren Rahmen. Die Gesamtnutzungsfläche des neuen Rettungszentrums beträgt laut Bebauungsplan ca. 1.640 m², welche sich auf zwei Stockwerke verteilt. Davon 950 m² für die Feuerwehr und 690 m² für das Rote Kreuz, die einige Räumlichkeiten gemeinsam nutzen können.

Das Rettungszentrum bietet dabei alle erforderlichen Räumlichkeiten, die zum Teil gesetzlich vorgeschrieben sind, wie beispielsweise Schulungs-, Schlafräume, sanitäre Anlagen, Lagerflächen und zentrale Unterstellmöglichkeiten für alle Rettungsfahrzeuge sowie 26 Stellplätze im Außenbereich. Zum jetzigen Zeitpunkt hat speziell das Rote Kreuz das Problem, dass es keine zentralen Unterstellmöglichkeiten im Tegernseer Tal gibt.

1,6 Millionen Euro von der Kommune für Feuerwehrneubau

Die Gemeinde Bad Wiessee bringt einen Betrag von 1,263 Millionen Euro für den Neubau auf. Die Regierung von Oberbayern hat darüber hinaus einen Zuschuss in Höhe von 334.000 Euro für die Kommune zugesichert. Beide Beträge zusammen (ca. 1,6 Mio.) decken den Kostenanteil, der für die Neubaumaßnahmen der Feuerwehr veranschlagt werden.
Rotes Kreuz kann nicht mithilfe des Bundes rechnen
Die Finanzierungslücke in Höhe von ca. 800.000 Euro muss das Rote Kreuz aufbringen. „Dieser Betrag sei Ländersache und nicht durch die Kommune subventionierbar. Das BRK müsse sich an den Bund und die Bevölkerung wenden“, so Huber. Vonseiten des Bundes erwartet Alfred Mittermaier, BRK-Miesbach Kreisgeschäftsführer, hingegen keinerlei Unterstützung und bekräftigt, bereits alle Instanzen angefragt zu haben – ohne große Erfolgsaussichten.

weitere Außenansicht des neuen Bad Wiesseer Rettungszentrums laut Bebauungsplan
weitere Außenansicht des neuen Bad Wiesseer Rettungszentrums laut Bebauungsplan

800.000 Euro fehlen – Spendenaufruf bei Tal-Bevölkerung

Das BRK ist also auf Spenden aus dem Tegernseer Tal angewiesen. Daher wurden alle Tal-Haushalte angeschrieben. Das Rote Kreuz hofft auf großzügige finanzielle Unterstützung. Einige mündliche Zusagen von potenziellen Großsponsoren gebe es bereits, so Mittermaier und fügte an: „Zur Einweihung ist ein großer Tag der offenen Tür geplant. Möglicherweise soll es eine Tafel im Eingangsbereich des Rettungszentrums geben, auf der Spender namentlich genannt werden, um so Danke zu sagen.“

Von allen Seiten wird die einwandfreie und immer konstruktive Zusammenarbeit gelobt sowie von einer Ideallösung für alle Beteiligten gesprochen. „Alle Hilfsorganisationen unter einem Dach zu haben, bringt riesige Synergieeffekte und trägt maßgeblich zur Sicherheit der Bevölkerung im Tegernseer Tal und der umliegenden Region bei“, so Mittermaiers stellvertretende Meinung.


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