Gemeinderatssitzung in Kreuth: Verstöße gegen Baugenehmigung

Im Kreuther Rathaus war nicht viel los auf der letzten Sitzung

Um den Gemeinderatsmarathon diese Woche noch komplett zu machen, war gestern auch noch Sitzung in Kreuth. Allerdings waren die Themen eher nicht von großem öffentlichen Interesse. Es ging hauptsächlich um zwei nachträglich zu genehmigende Baurechtliche Geschichten. Im ersten Fall will der Eigentümer ein neues Holzhaus auf einer bereits bebauten Fläche erstellen. Der Haken ist nur, dass das Haus, das bisher dort steht, dort zwar schon ewig steht aber baurechtlich nie genehmigt war. Der Antrag des Bauherren wurde trotzdem einstimmig angenommen und jetzt darf er sein Holzhaus ganz offiziell bauen. Einzig die Farbgestaltung der Fassade muss noch besprochen werden, damit sie ins Kreuther Ortsbild passt. Ein Ockerton oder helles Holz wurden kategorisch ausgeschlossen.

Im zweiten Fall war die Sache allerdings schon etwas komplizierter. Ebenfalls ungenehmigt hat ein Eigentümer die zur Bebauung freigegeben Fläche um rund 100 Quadratmeter überschritten. Eine nicht genehmigte Garage wurde errichtet. Dazu noch ein Car-Port und einige Anbauten am Haus selbst. Eine ursprünglich als Terrasse vorgesehene Fläche wurde überdacht, nach vorne hin verglast und so als Wohnraum umgebaut. Der Dachfirst wurde, gegen die Bestehende Bauordnung, verglast und ein Balkon errichtet, der nicht genehmigt war.
Das war dann auch, dem sonst sehr ruhigen, Bürgermeister  Josef Bierschneider (CSU) zu viel: “Die Sache ist wirklich sehr unerfreulich”, sagte er, “wenn wir sowas im nachhinein genehmigen machen wir uns absolut unglaubwürdig.” Der Rest war seiner Meinung und die Abstimmung wurde daraufhin vertagt.

Die nächste Gemeinderatssitzung fängt mit einer Ortsbegehung an. Der Gemeinderat möchte sich ein persönliches Bild von der Sache machen “und schaun, was möglich ist”, so Bierschneider.

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