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Gmund wird Entscheidung über Parkplätze aus der Hand genommen

Gezerre ums „Rosso“ geht weiter

Von Rose Beyer

Dass das Rosso im Gmunder Zentrum zu wenig Parkplätze hat, wird seit Längerem diskutiert. So hatte die Gemeinde Gmund den Betreibern des italienischen Restaurants noch bis Ende des Jahres Aufschub gewährt, ehe sie die geforderten Stellplätze nachweisen müssen.

Doch nun kam raus, dass nach den Plänen an der Stelle gar kein Restaurant betrieben werden darf. Damit ist zwar das Problem der Parkplätze vom Tisch. Wie es weitergeht mit dem Rosso, ist allerdings völlig unklar.

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Das Rosso liegt im Zentrum von Gmund

Das Parkplatzproblem am Restaurant „Rosso“ besteht bereits seit vielen Monaten. Für die Gastronomie müssten eigentlich zwei Stellplätze nachgewiesen werden. Doch Inhaber Klaus Aurich sowie seinen beiden Pächtern Salvatore Rizzo und Daniele Miglietta gelang es bisher nicht, einen geeigneten Platz für Parkflächen zu finden. Aurich ist allerdings zuversichtlich, dass bald eine Lösung gefunden wird.

Gemeinde soll sich nur um Pläne kümmern

Bei der Gemeinde ist man allerdings nicht ganz so zuversichtlich. Daher hat man dem Betreiber im Juli eine Frist bis Ende des Jahres gesetzt, um Parkmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. In der Zwischenzeit hat die Verwaltung allerdings Post vom Landratsamt bekommen. Darin steht, dass man sich im Gmunder Amt auf das konzentrieren solle, was in den ursprünglichen Antragsunterlagen von Aurich stehe, erklärte Bürgermeister von Preysing bei der letzten Bauausschuss-Sitzung.

Dort sei lediglich ein Laden mit Verzehrmöglichkeit beantragt worden. Die geforderten Stellplätze waren dafür ordnungsgemäß in die Pläne gezeichnet. Dass das Gebäude nun tatsächlich als Gaststätte genutzt werde, solle die Gemeinde nicht interessieren, heißt es aus der übergeordneten Behörde. „Ich bin ganz froh, dass es so läuft“, meint Preysing.

„Denn jetzt können wir uns zurücklehnen“, frotzelte der Bürgermeister angesichts der neuen Tatsache, die im Bauausschuss am vergangenen Dienstag auf den Tisch kamen. Bürger, die sich bei der Gemeinde über die „Wildparker“ ums Rosso herum beschweren, könne man nun getrost auf das Landratsamt verweisen. Denn die Gemeinde habe sich ja nur um die Pläne zu kümmern. Gemeinderat Marinus Dießl findet diese Argumentation allerdings reichlich absurd. „Das ist eine völlig sachfremde Geschichte“, so Dießl.

Hoffen auf einvernehmliche Lösung

Wie es nun weitergeht, kann man heute noch nicht abschließend sagen. Fakt ist lediglich, „dass das, was da steht, anders aussieht, als es die Pläne besagen“. Sollte das Landratsamt nach einem Ortstermin im Rosso nun zu demselben Schluss kommen wie die Gemeinde Gmund, müsste Aurich damit rechnen, das Gebäude zurückbauen zu müssen. Es sei denn, er kann die Parkplätze noch fristgerecht nachweisen.

Theoretisch hätte Aurich auch die Möglichkeit, gerichtlich gegen einen Bescheid vorzugehen. Nach eigener Aussage ist er allerdings an einer einvernehmlichen Lösung interessiert. Nun will der Inhaber aber zunächst abwarten, wie sich das Landratsamt verhält. „Ich habe auch schon einen Anruf bekommen“, so Aurich.

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