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Glücksbringer: Statuen und Skultpuren, die Glück bringen sollen

Von Redaktion

Statuen zieren Schlossgärten, geben Auskunft über das Leben von historischen Personen in öffentlichen Parks oder können als Kunstwerke in der Stadt bewundert werden. Was viele aber nicht wissen: Einige von ihnen bringen Glück!

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Der Tradition nach muss man an der Statue reiben und erfährt so Glück in seinem Leben. Diese Art von Tradition geht tausende von Jahren zurück. Wenn die Menschen seit tausenden von Jahren also an Statuen reiben, muss doch was dran sein, oder? Und wenn es nicht funktioniert, hat man durch das Reiben schließlich auch nichts verloren.

Ein Schwein bringt in Florenz Glück

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Schweine bringen nicht nur zu Neujahr Glück. In Florenz steht eine Statue von Porcellino, einem Eber. Um Glück zu erfahren, muss an der Nase des Schweins gerieben werden. Kein Wunder also, dass die Nase der Statue frisch poliert in einem goldenen Ton erstrahlt, während der Rest davon schwarz ist. Die Tradition existiert schon seit dem Jahr 1766, erklärt Betway.com in einer Infografik über Glück und Aberglauben aus der ganzen Welt. Touristen reiben an der Schnauze des Tiers, damit sie wieder nach Florenz zurückkehren. Es bringt außerdem Glück, eine Münze in seinen Mund zu legen und zuzusehen wie sie in den Brunnen rutscht.

Bremer Stadtmusikanten

Das Märchen der Bremer Stadtmusikanten, das die Brüder Grimm aufgeschrieben haben, gehört zu den bekanntesten im ganzen Land. Von bunten Drucken auf Briefmarken der Deutschen Post bis hin zu anderen Sammlergegenständen gehört es fest zu unserer Kultur dazu. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass eine Statue in Bremen die Erzähung von Esel, Hund, Katze und Hahn widergibt. Die Statue vom Künstler Gerhard Marcks steht seit dem Jahr 1953 in Bremen und ist zwei Meter hoch. Glück bekommt, wer an den Beinen des Esels reibt. Vor allem an den vorderen Beinen soll es Glück bringen. Ähnlich wie bei Porcellino erstrahlen die Beine des Esels deshalb in glänzendem Gold, während der Rest der Statue unpoliert ist.

Der berühmte Trevi-Brunnen

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In Rom befindet sich der berühmte Trevi-Brunnen, der nicht nur wegen seiner beeindruckenden Erscheinung und schönen Lage berühmt geworden ist. Es ist bei Touristen weltweit – und natürlich auch bei Einwohnern Roms – bekannt, dass es Glück bringt, eine Münze in den Trevi-Brunnen zu werfen. Aufgrund seiner Beliebtheit, ein Geldstück hineinzuwerfen, sammelt sich eine ganz schöne Summe am Boden des Brunnens an. Diese wird zu einem guten Zweck gespendet.

Abraham Lincolns Nase

Abraham Lincoln war von 1861 bis 1865 der 16. Präsident der USA. Er regierte im Land während des Amerikanischen Bürgerkriegs, nach dessen Ende der Norden und Süden des Landes wieder vereinigt und die Sklaverei abgeschafft wurde. Auch wenn sich Lincoln nur gemäßigt für die Rechte ehemaliger Sklaven äußerte, gilt er doch als einer der wichtigsten historischen Figuren der Vereinigten Staaten.

In Springfield, Illinois steht eine große bronzene Büste vom Lincoln, die vom Bildhauer Gutzon Borglum entwickelt wurde. Borglum ist bekannt für seine Arbeit an einem anderen bedeutenden Denkmal der USA: Das Denkmal Mount Rushmore zeigt vier ehemalige Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln, die auf imposante Weise in einen Berg gehauen wurden. Reibt man an der Nase der Büste in Illinois, soll das Glück bringen. Die Nase von „Abe“ ist inzwischen hochpoliert und glänzend.

Von Brücken und katholischen Märtyrern

Johannes Nepomuk war ein Priester und Märtyrer, der im 14. Jahrhundert lebte. Er gilt als Patron des Beichtgeheimnisses der katholischen Kirche, ist aber vor allem als „Brückenheiliger“ bekannt. Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von Statuen an verschiedenen Orten, die ihn ehren – von der Alten Brücke in Heidelberg bis hin zu einem schönen Ort im bayrischen Passau. Die bekannteste ist aber wohl die Nepomukstatue auf der Karlsbrücke in Prag. Reibt man am Bronzerelief am Sockel der Statue, bringt es Glück.

Der vielleicht gefährlichste Glücksbringer

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Der vielleicht gefährlichste Glücksbringer ist der Blarney-Stein am Blarney Castle. Hier müssen sich Glückssuchende rückwärts über eine Schlucht beugen, um den „Stein der Sprachgewandtheit“ zu küssen. Die Burg Blarney Castle befindet sich in Irland nahe der Stadt Cork und liegt in einer sehr schönen Umgebung. Der Stein befindet sich am oberen Wehrgang des Bergfrieds und soll eine Hälfte des gleichen Steins sein, auf dem schottische Könige gekrönt wurden. Er soll von Kreuzrittern aus dem Heiligen Land mitgebracht worden und Cormac McCarthy 1314 von Robert the Bruce nach der Schlacht von Bannockburn geschenkt worden sein. Bei diesem Glücksbringer geht es um die Gabe der Sprachgewandtheit, die jeder erlangen soll, der den Stein küsst. Wer ihn tatsächlich küsst, hat sich die Sprachgewandtheit wirklich verdient, da der eigentliche Kuss hochgefährlich sein kann.

Romeo und Julia

Wer bringt wohl mehr Glück in der Liebe als Julia aus der Geschichte Romeo und Julia? Das finden auch Millionen von Touristen, die das Haus der Julia in Verona besuchen und Liebesbotschaften sowie den Namen ihres Liebsten/ihrer Liebsten hinterlassen. Betritt man den Hof des Hauses, findet man eine Bronzestatue von Julia. Es soll Glück bringen, ihre Brust zu berühren. Leider hat sich diese Tradition so sehr eingebürgert, dass die Statue im Jahr 2014 aufgrund von Rissen, die sich im Material gebildet haben, ersetzt werden musste.

Die Orignal-Statue stammt vom Bildhauer Nereo Costantini und wurde 1969 erstellt. Anfang der 70er Jahre wurde sie dann in den Hof des Hauses der Julia gestellt, das sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel bei Touristen entwickelte. Die neue Statue wurde von Novello Finotti, einem Schüler Constantinis, entwickelt. Die Original-Statue befindet sich im Haus, das übrigens nicht das echte Haus der Julia aus der berühmten Geschichte ist.

Es gibt noch viele weitere Glücksbringer in der Form von Statuen, an denen gerieben wird, um Glück zu erhalten. Wenn Sie also an einer solchen Statue vorbeikommen, versäumen Sie es nicht, sich etwas Glück in Ihr Leben zu holen.


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