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Gmunder Pläne auf den Weg gebracht

Schritt für Schritt zur neuen Krippe

Von Nicole Posztos

Zweite Ergänzung vom 19. April / 12:09 Uhr
Die geplante Kinderkrippe in Gmund, die gegenüber dem Pius-Kinderhort ab 2013 insgesamt 30 Kinder in drei Gruppen aufnehmen soll, hat die nächste Hürde im Genehmigungsprozess genommen.

Einstimmig segneten am Dienstag Abend die anwesenden Gemeinderäte den Bauantrag ab. Zuvor hatte Bauamtsleiterin Christine Lang über die notwendigen Änderungen am 14 mal 30 Meter großen einstöckigen Bau informiert.

Die Gemeinde plant 2.000 Quadratmeter Grundstück gegenüber dem Pius-Kinderhort zu erwerben.

Das geplante Haus soll in Holzbauweise erbaut werden. Im Inneren erhält jeder Gruppenraum eine Fläche von 35 Quadratmetern. Darüberhinaus werden separate Schlafräume, ein Aufenthaltsraum sowie ein Büro errichtet.

14 Parkplätze stehen den Betreuern sowie den Eltern zur Verfügung. Die Gemeinde möchte das 2.000 Quadratmeter große Grundstück in naher Zukunft erwerben. Noch fehlt jedoch die Unterschrift unter dem Vertrag.

Insgesamt 700.000 Euro sind im 2012er Haushalt für Grundstück und Bau eingeplant. Über die genauen Kosten gibt es derzeit von der Verwaltung aber noch keine klaren Aussagen.

Ergänzung vom 25. Januar / 21:21 Uhr mit der Überschfrift: “Gmund spendiert 75 Euro pro Platz und Monat”
Die Gmunder Kinderkrippe Zwergenburg hat Großes vor. Um wettbewerbsfähig zu bleiben will der Verein die Beiträge der Eltern um 75 Euro pro Monat und Krippenplatz absenken. Die Finanzierung soll mithilfe der Gemeinde klappen. Aus dem Grund hat sich der Verein nun hilfesuchend an das Rathaus gewandt.

Die Situation in Gmund ist nicht einfach. Räumlich steht die Zwergenburg vor großen Herausforderungen. Seit längerer Zeit ist man auf der Suche nach einem neuen Gebäude. Dazu kommt der verhältnismäßig hohe Personalschlüssel. Insgesamt sieben hochqualifizierte Mitarbeiterinnen kümmern sich um die derzeit 30 Kinder.

Das alles mündet in hohen Betreuungskosten, die der Verein bisher auf die Eltern umlegen musste. Dabei würden sich diese im ersten Schritt oft nach dem Preis entscheiden, und erst dann nach der Betreuungsqualität, macht die ehemals Vorsitzende Annette Ochs klar. Doch an der Qualität sparen das möchten Sie und ihre Mitstreiterinnen natürlich nicht.

In der Gmunder Kinderkrippe

Damit der Beitrag der Eltern auf einem moderaten Niveau bleiben kann, hat die Gemeinde Gmund sich nun dazu entschlossen 75 Euro im Monat pro Krippenplatz als Zuschuss zu gewähren. Insgesamt sind das monatlich etwas mehr als 2.000 Euro, rechnet Bürgermeister Georg von Preysing vor. 18 Monate soll der Zuschuss laufen. Insgesamt kämen also etwa 35.000 Euro auf die Gemeinde zu.

Denn ab dem Krippenjahr 2013 / 2014 strebt Gmund eine nachhaltige Lösung bei der Krippenplatz-Problematik an. Wie im ursprünglichen Artikel angedeutet will man gegenüber dem Pius-Kinderhort ein 2.000 Quadratmeter großes Grundstück kaufen, darauf ein neues Gebäude errichten und dann die entstehende Kinderkrippe selber betreiben.

Wie groß die Einrichtung wird und ob das Betreuungskonzept wie auch das Personal der Zwergenburg übernommen wird, steht derzeit allerdings noch in den Sternen. “Eine Übernahme ist derzeit ein reines Gedankenspiel,” stellt Annette Ochs klar.

226 Betreuungsplätze – 586.000 Euro Zuschuss pro Jahr

Relativ klar ist für von Preysing, dass das zusätzliche Geld gut angelegt wäre. Bereits jetzt, so der Bürgermeister, zahle man 404.000 Euro für die Betreuung der Kinder. Das sind insgesamt 226 Betreuungsplätze, verteilt über den Kindergarten, den Hort und die beiden Krippen.

Zukünftig werde sich der Betrag dann um 182.000 auf 586.000 Euro pro Jahr erhöhen. Darin enthalten ist auch der gesetzlich vorgebene kommunale Anteil, den Gmund bezahlen muss.

Ursprünglicher Artikel vom 23. Januar:
Die Zwergenburg in Gmund war die erste Kinderkrippe im Tegernseer Tal. 2006 gegründet sind die Räumlichkeiten schon seit langem zu eng. Denn mit ihren beiden Standorten in Gmund und Dürnbach kann die Einrichtung die große Nachfrage nicht mehr befriedigen. Doch nicht nur das, mittlerweile drücken die Verantwortlichen auch finanzielle Sorgen.

Bereits im letzten Jahr hat die Vorsitzende Annette Ochs die Möglichkeit einer Trägerschaft durch die Gemeinde ins Spiel gebracht. Und spätestens wenn 2013 der Gesetzgeber vorschreibt, dass jede Kommune eine bestimmte Anzahl an Krippenplätzen zur Verfügung stellen muss, könnte sich das laut den neuesten Planungen bewahrheiten.

Denn die Kosten für einen notwendigen Neubau sind für den Verein, der die Zwergenburg betreibt, nicht finanzierbar. Geschäftsleiter Alfons Besel bestätigt, dass der Verein nun Antrag auf Unterstützung gestellt habe.

Der Gemeinderat sucht nach der besten Lösung

Diesen werde man auf der nächsten Sitzung am Dienstag Abend im Gmunder Gemeinderat diskutieren. Dabei stehe alles zur Disposition. Als wahrscheinlichste Alternative stellt sich derzeit eine Übernahme der Einrichtung und deren Eingliederung in ein von der Gemeinde gebautes Gebäude dar. 2013 soll dieses gegenüber dem Pius-Kindergarten entstehen.

Die Gemeinde plant 2.000 Quadratmeter Grundstück gegenüber dem Pius-Kinderhort zu erwerben.

Derzeit laufen die Grundstücksverhandlungen, die man aber so bald wie möglich abschließen möchte. Das zumindest machte Georg von Preysing auf der letzten Bauausschuss-Sitzung klar. Wieviele Krippenplätze am geplanten neuen Standort entstehen werden, weiß derzeit noch niemand. Doch für von Preysing steht fest: “Wir müssen jetzt an die Zukunft denken. Denn langsam läuft uns die Zeit davon”.

Auch in Rottach hat man einiges vor

Erstmalig im November 2011 hat der Rottacher Gemeinderat über den Bau einer Krippe beraten. Bisher fanden laut Franz Hafner jedoch lediglich Vorgespräche mit der Sponsorin der Kinderkrippeneinrichtung und dem geplanten Träger statt.

Eine konkrete Planung gebe es noch nicht, so Hafner. Doch auch für ihn kann es nicht schnell genug gehen. “Möglichst bald”, so sein Wunsch, soll die Einrichtung zwischen Schule, Turnhalle und Falianhaus entstehen und Platz für zwei Gruppen bieten.


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