Krippensatzung erlassen - Kreditvertrag in trockenen Tüchern
Gmunder Krippe nimmt Formen an

von Nicole Posztos

Aktualisierung vom 21. Juni
Die gemeindliche Kinderkrippe in Gmund nimmt konkrete Formen an. In der jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss man nun die Satzung. In Kraft treten soll sie zum 1. September 2013. Diskussionsbedarf gab es wenig.

Jedoch muss noch mal ein Kredit zur Finanzierung aufgenommen werden.

Anzeige

Die neue Satzung war schnell verabschiedet. Insgesamt 17.000 Euro kostet die Angleichung der Beitragssätze an die Kita im Louisenthal. Dort mussten die Eltern bisher 20-30 Prozent weniger zahlen als in der gemeindlichen Einrichtung. Bereits im Mai erklärte Preysing diese Regelung für unverhältnismäßig:

„Wir können nicht sagen, dass wir Familien hier haben wollen, und dann die höchsten Sätze verlangen.“

Allerdings muss für diese und andere Leistungen noch ein Kredit aufgenommen werden. Das Darlehen erfolgt in Form eines Sonderprogramms der Kreditanstalt Wiederaufbau. Mit 588.000 Euro steht der Kredit in der Haushaltssatzung. Der Zinssatz ist mit 0,10 bis 0,60 Prozent (bei zehn Jahren Laufzeit) und 0,60 bis 1,20 Prozent (bei 20 Jahren Laufzeit) verschwindend gering. Der erste Teil soll am 15.8.2015 zurückgezahlt werden, der zweite am 15.5.2033.

Auch äußerlich steht das Gebäude schon gut da, wie man auf dem Bild erkennen kann. Am 1. September werden dann schlussendlich die ersten Kinder in das neue Gebäude umziehen. Fortan wird die neue Krippe bis zu 30 Kinder aufnehmen können und damit ein lang gehegtes Platzproblem in den Gmunder Kitas lösen.

Ursprünglicher Artikel vom 20. Mai 2013: “Gmund will familienfreundlich bleiben – Gebühren für gemeindeeigene Krippe sinken”
Die Gemeinde Gmund möchte auch weiterhin als familienfreundlich gelten. Das soll aber nicht nur durch mehr Krippenplätze und ein neues Betreuungskonzept erreicht werden. Auch bei den Gebühren will man sich anpassen.

Eine Verringerung der Sätze sei unumgänglich, wie Gmunds Bürgermeister Georg von Preysing bei der jüngsten Gemeinderatssitzung betonte. Denn im Gegensatz zu der privaten Krippe hätten die Familien bei der zukünftig gemeindeeigenen Einrichtung tief in die Tasche greifen müssen.

Die Zwergenburg in Gmund war die erste Kinderkrippe im Tegernseer Tal. 2006 gegründet, sind die Räumlichkeiten schon seit langem zu eng. Mit den beiden bestehende Standorten in Gmund und Dürnbach kann die Einrichtung die große Nachfrage nicht mehr befriedigen. Das Problem soll allerdings ab dem 1. September gelöst sein. Dann zieht die Kindergrippe in ein neues Gebäude in der Bichlmairstraße um. 30 Kinder finden in dem neuen Gebäude Platz.

Damit erhält Gmund zum ersten Mal eine gemeindeeigene Krippe und will so, neben dem Kindergarten und dem Hort, seine Attraktivität für Familien weiter steigern. Damit die Krippe aber auch preislich mit den privaten Einrichtungen – wie beispielsweise der Kita Lou in Louisenthal – mithalten kann, hat die Gemeinde nun entschieden ihre Gebührensätze anzupassen.

“Das wäre ungerecht”

Bisher, so Kämmerer Georg Glas in seinen Ausführungen, sind die Gebühren sehr unterschiedlich. Die Kita Lou liegt teilweise 20 bis 30 Prozent unter den Kosten, die Eltern bei der Zwergenburg bezahlen müssten. Dies soll sich nun ändern und Bürgermeister von Preysing erklärte auch warum:

Wir können nicht sagen, dass wir Familien hier haben wollen und dann die höchsten Sätze verlangen.

Rund 17.000 Euro würde die diskutierte Verringerung der Gebühren die Gemeinde kosten. Doch das sei nur fair, wie Wolfgang Rzehak (Grüne) erklärte. “Wir sollten uns angleichen. Es wäre einfach ungerecht, wenn die Eltern so viel mehr zahlen würden.”

Nach kurzer Diskussion sahen das auch die anderen Gemeinderäte ähnlich und beschlossen einstimmig die niedrigen Gebührensätze für die gemeindeeigene Krippe, die ab dem 1. September in Kraft treten soll.

Kindergarten und Hort werden teurer

Im Rahmen der Gebührenanpassung hat der Gemeinderat gleich auch die Sätze für den Hort und den Kindergarten angepasst. So steigen die Kosten für die Eltern bei der Unterbringung ihrer Kinder um zehn Euro bei drei bis vier Stunden pro Tag auf nunmehr 85 Eur. Maximal müssen 130 Euro für eine Betreuung von neun Stunden bezahlt werden.

SOCIAL MEDIA SEITEN

Anzeige
Allgemein

Diskutieren Sie mit uns
Melden Sie sich an und teilen Sie
Ihre Meinung.
Wählen Sie dazu unten den Button
„Kommentare anzeigen“ aus