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Gmunder täuscht Raubüberfall vor

Gestern Nacht scheint ein Gmunder etwas zu viel Alkohol erwischt zu haben. Er täuschte einen Raubüberfall vor. Die Beamten kamen ihm auf die Schliche.

Ein 21-jähriger Gmunder meldete sich heute gegen 09.15 Uhr per Notruf bei der Einsatzzentrale in Rosenheim und teilte mit, soeben in Gmund von einer unbekannten männlichen Person überfallen worden zu sein. Auf dem Nachhauseweg von einer ausgiebigen Tour durch das Nachtleben im Tegernseer Tal sei er, als er sich gerade mit seinem Handy beschäftigte, unvermittelt von einem unbekannten Täter angegriffen und gegen das Knie getreten worden.

Durch den Angriff habe er sein Handy fallen lassen, das sich dann der Tätet geschnappt und zu Fuß abgehauen sein soll. Den Täter beschrieb er als ca. 30 Jahre alt, osteuropäische Erscheinung, ca. 170 cm groß, mit grauem Kapuzenpulli.

Aufgrund diverser Ungereimtheiten wurde die Angelegenheit von der Polizei genau überprüft. Unter anderem wurde auch das Handy des Gmunders untersucht. Da die Recherchen zu dem Ergebnis führten, dass das angeblich gestohlene Handy schon mehrere Stunden vor der vermeintlichen Tat nicht mehr benutzt worden ist, kamen erste Zweifel auf.

Gmunder hat Geschichte erfunden

Die Beamten kontaktierten schließlich auch die Person, von deren Telefonanschluss der Notruf getätigt wurde. Auch hier kam der Polizei erneut einiges komisch vor. Als zuletzt für eine Ortung die Handydaten aufgenommen werden sollten, knickte der Gmunder ein. Er habe gedacht, sein Handy verloren zu haben. Erst nach dem Notruf habe er es wiedergefunden.

Damit die Polizei sein Handy ortet, habe er den Raubüberfall erfunden. Mit den Worten „bei einem einfachen Diebstahl oder Verlust würde die Polizei keine Handyortung durchführen“, begründete er die erfundene Geschichte. Den erheblich alkoholisierten Gmunder erwartet nun eine Strafanzeige wegen Vortäuschens einer Straftat und Missbrauch von Notrufen.


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