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Wildbestand im Landkreis Miesbach

Goaßen und Kitz sollen geschossen werden

Wild hat oft eine gravierende Auswirkung auf den Wald und die Vegetation. Ein Gutachten soll jetzt zeigen, wie es um den Bestand steht. Klar ist: Goaßen und Kitz sollen vermehrt geschossen werden.

Rohwildverbiss spielt für den Zustand des Waldes die wichtigste Rolle / Quelle: LRA Miesbach

Wie viele Rehe und Hirsche leben in unserem Landkreis? Wie viel Rotwild und Gämsen? Was bedeutet das für unsere Wälder und für die Jäger? Erstmals hat jetzt der Jagdberater des Landkreises Miesbach Tobias Hupfauer ein Populationsgutachten erarbeitet.

„Der Rehwildverbiss spielt beim Zustand der Waldvegetation wohl die entscheidende Rolle“, so Hupfauer. Der Anteil alter und reifer Böcke sei gering. Der Jagdberater rät, in den Bergen den Bestand der Rehe gering zu halten, zu Gunsten des Rotwildes und der Gämsen. Möglichst viele Zuwachsträger und Dubletten, also Geiß und Kitz, sollten geschossen werden.

Beim Rotwild solle die Mittelklasse mehr geschont werden, um den Anteil älterer Hirsche zu erhöhen. Der Anteil weiblichen Wildes an der Gesamtstrecke sei zu erhöhen. Die Kirrjagd – also die Jagd mit Anfütterung – soll nur weniger oft, an wechselnden Ort und zeitlich beschränkt durchgeführt werden. Die Schonzeiten sollen eingehalten werden, da Verkürzungen keinen Erfolg gebracht hätten.

Schwarzwild spielt keine Rolle

Über die Gämsen liegen wenige Erkenntnisse vor. Die „einzige belastbare Datenbasis ist die gemeldete Strecke, die an der Hegeschau mit den angelieferten Trophäen verglichen wird“, berichtet Hupfauer. Der weibliche Anteil in der Population solle durch Abschuss verringert werden, um den Zuwachs und den Jagddruck zu verringern. Die Rückzugs- und Überwinterungsgebiete sollen besser bestimmt werden, damit nicht gerade dort Sanierungen durchgeführt werden.

Das Schwarzwild spielt im Landkreis Miesbach keine große Rolle. Kleinere Rotten leben im Norden des Landkreises und an der Grenze zum Landkreis Bad Tölz. Das Populationsgutachten soll im kommenden „Jagdreport des Landkreises Miesbach“ Anfang 2019 veröffentlicht werden.


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