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Großer Andrang beim ersten Stammtisch

„Hartpenning muckt auf“ wird zur treibenden Kraft

Von Florian Eiler

Der Verein „Hartpenning muckt auf“ hat kürzlich mit seiner von Traktoren und Autos nachgestellten Route für die neue Westumgehung für Furore gesorgt. Am Gründonnerstag lud die noch junge Vereinigung zum ersten Mal zum Stammtisch in den Neuwirt in Hartpenning ein. Zahlreiche Interessenten nutzten die Veranstaltung, um sich über den Verein zu informieren oder gleich die Beitrittserklärung zu unterschreiben.

Bei der großen Aktion / Quelle: Hartpenning muckt auf e.V.
Ende März bei der ersten Protestaktion des Vereins / Quelle: Hartpenning muckt auf

„Es freut mich, dass so viele Leute heute zu unserem Stammtisch gekommen sind. Wir sind gut ausgebildete Sturschädel, und ich sehe hier in den Reihen welche, die gut zu uns passen“, sagt Christoph Scholz, Mitgründer und erster Vorsitzender von „Hartpenning muckt auf e.V.“ in seiner Begrüßungsansprache.

Und Mitstreiter mit Durchsetzungsvermögen braucht der Verein für seine konkreten Projekte: Verhinderung der Westumgehung von Großhartpenning und der ortsnahen Südumgehung von Holzkirchen. Scholz:

Umgehungsstraßen ziehen immer mehr Verkehr an. Wenn jetzt ein Münchner merkt, dass er schneller ins Brauneck kommt, fährt er nicht mehr ins Sudelfeld zum Skifahren, sondern nutzt die neuen Straßen bei uns.

Die Zuhörer nicken anerkennend. Alternativen sehe die noch junge Organisation in neuen Verkehrskonzepten, etwa einer „Express-BOB“ von Tölz nach Holzkirchen oder in Verkehrsberuhigungsmaßnahmen innerorts.

„Mit aller Wucht für die Belange der Hartpenninger“

Der zweite große Punkt auf der Agenda: Ein Einheimischenprogramm in Kleinhartpenning. Acht Wohneinheiten würden dort geplant, vier davon gehören der Gemeinde Holzkirchen. „Wir wollen, dass diese vier Hartpenninger Bürgern zur Verfügung gestellt werden.“ Der Verein sei auf längerfristig angelegt und wolle sich mit „aller Wucht“ für die Belange der Hartpenninger einsetzen.

Karli Erdal, dritter Vorsitzender, bestätigt: „Wir wollen nicht bitten, betteln, sondern fordern.“ Karsten Hense, Hartpenninger, der selbst einen schulpflichtigen Jungen hat, und tagtäglich die gefährliche Verkehrssituation im Ort miterlebt (wir berichteten), hat sich zur Mitgliedschaft entschieden und wird zukünftig die Öffentlichkeits- und Pressearbeit leiten: „Ich bin jetzt kein Gründungsmitglied, wurde aber gefragt, lass uns doch gemeinsam etwas machen.“

Der gestrige erste Stammtisch war gut besucht.
Der gestrige Stammtisch war gut besucht.

Dieser „gemeinsamer Tenor“ zeigt sich auch nach dem offiziellen Teil: An sechs Tischen wird diskutiert, Beitrittserklärungen unterschrieben und auf die Idee angestoßen. Vereinsmitglied Hans Hutzler zeigt sich erfreut: „Dreißig Mitglieder haben wir im Vorfeld des Stammtisches schon angeworben. Heute haben wir noch einmal rud fünfundzwanzig dazugewonnen.“

Spästestens seit gestern Abend ist „Hartpenning muckt auf“ im Ort angekommen.

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