Tegernseerstimme
Medius Reihentestung anmelden
115

Der Landkreis Miesbach liegt über dem Schwellenwert (7-Tage-Inzidenz über 50).

Alle Infos zu Corona im Landkreis Miesbach
Die neuesten Nachrichten aus dem Tegernseer Tal. Der kostenlose Newsletter der Tegernseer Stimme täglich um 18 Uhr
Anzeige | Hier können Sie werben

Verlandung der Schwaighofbucht in Tegernsee

Hagn will direkt zu Söder

Von Tom Fischhaber

Rettet die Schwaighofbucht in Tegernsee: Mit 1200 Unterschriften protestierten heute die Unterstützer bei Bürgermeister Johannes Hagn. Gemeinsam soll nun eine Lösung her. Adressat der Forderungen: Staatsminister Markus Söder persönlich.

Heute Mittag überreichten die Verantwortlichen von "Rettet die Schwaighofbucht" Johannes Hagn Unterschriften von 1200 Unterstützern.
Heute Mittag überreichten die Verantwortlichen von “Rettet die Schwaighofbucht” Johannes Hagn Unterschriften von 1.200 Unterstützern.

Die Schwaighofbucht verlandet zunehmend. Die von der Interessensgemeinschaft „Rettet die Schwaighofbucht“ initiierte Petition hat großen Anklang gefunden. Mehr als 1.200 Unterschriften wurden gesammelt, der Großteil davon von Einheimischen.

Derweil streiten sich das Wasserwirtschaftsamt(WWA) und die staatliche Schlösser- und Seenverwaltung weiterhin um die Zuständigkeit für die Verlandung. Ein Problem sieht Bürgermeister Johannes Hagn darin, dass es sich um einen Präzedenzfall handle. „Es sind keine Unterlagen zu bisherigen Ausbaggerungen vorhanden“, so Hagn.

Vergangene Woche hatte Andreas Scherzer, Seeschützer des Vereins „Rettet den Tegernsee“, ein Treffen mit Verantwortlichen des WWA – jedoch ohne Erfolg. Das Amt blieb bei seiner bisherigen Aussage: Sie seien zwar verantwortlich für regelmäßige Ausbaggerungen, jedoch nur, um den Flussablauf zu ermöglichen, so Scherzer.

Hagn: „Ich bin kein Gegner der Ausbaggerung.“

Scherzer argumentiert weiter, die Verlandung und Verschlammung seien nicht durch natürliche Weise entstanden. Durch den Wall, der zum Schutz des Rottacher Warmbades errichtet wurde, werde das Wasser in die Bucht geleitet.

Zwar fließe es dadurch weiter in den See, der Dreck jedoch bleibe in der Bucht zurück, so Scherzer. „Das ist ein Staatsanliegen, das sollte nicht an den Gemeinden hängen bleiben“, macht er klar. Auch Hagn macht sich für eine Ausbaggerung stark. Er spricht dem Projekt die Unterstützung der Stadt Tegernsee zu. Jedoch mahnt er zur Vorsicht: „Man kann nicht einfach einen Zustand von A nach B verlagern.“

Wasserqualität leidet unter dem Problem

Die Verschlammung der Bucht behindert nicht nur das Baden, es beeinflusst auch die Qualität des Wassers. Es entstehen Gestank und eine gelbliche Färbung des Wassers. Durch den heißen Sommer verschlimmerte sich die Situation zusätzlich.

Die Schwaighofbucht in Tegernsee verlandet zunehmend.
Die Schwaighofbucht in Tegernsee verlandet zunehmend.

Außerdem finden sich dort aufgrund der enormen Menge an Seegras viele Blesshühner ein. Durch die Vogelexkremente wird die Bucht zunehmend verunreinigt. Dafür müsse man in Zukunft eine Lösung finden, sagt Hagn. Im Augenblick will er sich jedoch auf die Ausbaggerung konzentrieren.

Bürgermeister will jetzt direkt an Staatsminister Markus Söder herantreten. In einem Brief an das Finanzministerium wird er seinen Forderungen Nachdruck verleihen. Bis dahin bittet er die Initiatoren der Petition um Hilfe. Er fordert die Bürger dazu auf, das Seeufer selbstständig zu säubern. Die Stadt Tegernsee werde sich dann in Absprache mit dem Bauhof um den Abtransport kümmern, so Hagn.


Unternehmen aus unserer Region

Aktuelle Jobangebote aus der Region

Die neuesten Artikel

Die Redaktion empfiehlt

Tegernseerstimme

Tegernseerstimme