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Halbzeitbilanz der Wiesseer CSU – Durchwachsen und mäßig

Von Redaktion

Kurt Sareiter, neuer Fraktionsvorsitzender bei seiner Ansprache. Sein Neffe Florian Sareiter, ganz links, hört zu.

Zuletzt hatte Bürgermeister Peter Höß im Merkur eine relativ positive Halbzeitbilanz nach drei Jahren Regierungsarbeit gezogen. Am Mittwoch Abend war dann die CSU Bad Wiessee an der Reihe und präsentierte ihre Einschätzung zur Arbeit des Bürgermeisters. Und die fiel erwartungsgemäß weniger gut aus.

Auch unter dem neuen Fraktionsvorsitzenden Kurt Sareiter will die oppositionell sehr offensiv agierende Partei geschlossen auftreten. Eine Geschlossenheit, die in den vergangengen Monaten, wie beispielsweise bei der Diskussion um den geplanten “Maulkorberlass” von Bürgermeister Höß, zumindest teilweise brüchig geworden war. Laut dem Ortsvorsitzenden Florian Sareiter gebe es selbstverständlich keinen Fraktionszwang in der Partei. Und dies drücke sich eben in solchen Diskussionen aus, die seiner Meinung nach jedoch per se nichts schlechtes sind. Zeigen sie doch wie vital die CSU ist.

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Im großen und ganzen steht die Partei aber geschlossen und vor allem hinter den Interessen des Ortes. Denn es gehe, laut Sareiter, nicht um persönliche Befindlichkeiten einzelner, sondern um die Entwicklung der Gemeinde. Und dort stockt es immer noch, gerade bei den Kernthemen.

Ein paar nette Sachen sind im letzten Jahr durch engagierte Investoren passiert. Und dabei ist passiert die richtige Bezeichnung. Denn als Leistung des Bürgermeisters und seiner Gemeinderäte kann man das nicht werten.

Das wichtigste ist, dass wir in den Kernthemen weiterhin feststecken. Angefangen mit dem Verkauf des Spielbankgeländes, der Umgestaltung der Seepromenade oder des Seeforums und vor allem beim immensen Rückgang der Gästezahlen.

Laut Sareiter wird die CSU in Bad Wiessee fälschlicherweise als eine Art Dagegen-Partei bezeichnet. Dabei waren die Gemeinderäte bei einem Großteil der Beschlüsse und Aktivitäten, wie dem Raucherpavillon oder dem Sonnenbichlhang, die treibenden Kräfte in den Gremien.

Sareiter machte jedoch klar, dass selbstverständlich auch Oppositionsarbeit geleistet wird, wenn es wie bei der Verlegung der TI ins Postamt um Themen geht, die den Ort nachweislich nicht weiter bringen.

Aber das steht einer Partei zu und ist ihre ureigenste Aufgabe. Wenn wir das nicht mehr tun dürfen, dann steht es schlecht um die Demokratie.

Vor allem touristisch muss in Bad Wiessee noch einiges passieren. Zuerst sollte das Spielbankgeläden – wie bereits vor Jahren im Gemeinderat beschlossen – verkauft werden. Alleine das würde gute 6 Millionen Euro in die Gemeindekasse spülen, die man dann sinnvoll für den Ort einsetzen könnte. Die beiden neuen von Bürgermeister Höß ins Spiel gebrachten Hotels am Jodschwefelbad sowie auf dem Spielbankgelände begrüßt die CSU ausdrücklich.

Ansonsten ist man bei den Gästezahlen an einem Punkt angelangt, der zu Recht als kritisch angesehen werden kann. Der Wegfall von großen Hotels oder auch der Schlemmerklinik hat ein Loch gerissen, dass mit neuen Herbergen gefüllt werden muss.

Aber auch marketingseitig muss mehr passieren. Und da sieht Sareiter vor allem die TTT in der Pflicht. Die Vorzüge von Bad Wiessee müssen einfach stärker herausgestellt werden.

Wiessee ist ein einzigartiger Ort mit tollen Möglichkeiten. Das müssen wir aber nicht nur dem Gast klar machen. Auch das permanente schlecht-reden des Wiesseer Haushaltes muss ein Ende haben. Alleine wenn ich mir die Rücklagen anschaue, dann stellt sich die Frage ob man den Haushalt verwaltet oder damit arbeitet. Und in den vergangengen drei Jahren wurde unserer Ansicht nach eher verwaltet. Doch damit kann man nicht zufrieden sein.

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