Hauptschule im Tal: Schulleiter Karl Müller kontert Janssen’s Position

Von Redaktion

Anmerkung vom 06. Juli / 16:32 Uhr
Das Thema Anmeldezahlen bei der Hauptschule in Rottach-Egern, deren Interpretation und die sich daraus ableitenden weiteren Schritte will einfach nicht enden. Peter Janssen meinte ja letzte Woche in der Tegernseer Stadtratssitzung, dass die Hauptschule auf eine Dorfschule zusteuert. Es einen Einbruch bei den Schülerzahlen gebe. Und überhaupt sei die Entscheidung gegen eine Hauptschule in Gmund falsch gewesen.

Jetzt reagiert Schulleiter Karl Müller. Gegenüber der Tegernseer Zeitung lässt er klar stellen: „41 Fünfklässler starten im nächsten Schuljahr an der Rottacher Hauptschule, das sind fünf weniger als im vergangenen Jahr. Von einem dramatischen Rückgang kann man nicht sprechen“. Die Nicht-Bewilligung der Mittelschule kann aber auch Müller nicht wegargumentieren. Denn auch fünf weniger als im letzten Jahr bedeutet zwangsläufig, dass die Schülerzahl schrumpft. Jedoch meint Müller, dass die Nicht-Bewilligung den jetzigen Schülern keine Nachteile bringt: „Wir haben das volle Angebot an Fächern.“ Mehr gebe es an der Mittelschule auch nicht.
Dabei wird er unterstützt von Schulamtsleiter Peter Huber, der ergänzt: „Für die Kinder ändert sich nichts“. Jedoch verfolgt Huber den folgenden Plan: Im Herbst will er gemeinsam mit allen Verantwortlichen über die Situation der Hauptschule im Tegernseer Tal diskutieren. Denn langfristig hält er es für wichtig, dass es auch im Tegernseer Tal eine Mittelschule gibt.

Alle Verantwortlichen zum Schulthema haben wir übrigens nochmal in einem gesonderten Artikel aufgeführt.

Ursprünglicher Artikel vom 01.07.2010:
Bei der Stadtratssitzung am Dienstag hat sich Bürgermeister Peter Janssen auch nochmal in die verstärkt aufkommende Diskussion um Sinn oder Unsinn einer Hauptschule in Gmund eingebracht.

Nochmal zur Erinnerung: Die Gemeinden Rottach-Egern, Kreuth und Bad Wiessee hatten eine Hauptschule in Gmund (neben der neuen Realschule) abgelehnt. Wir haben das Thema in diesem Kommentar etwas ausführlicher beschrieben.

Bürgermeister Janssen hat also, wie einige seiner Kollegen aus den anderen Gemeinden, seine Meinung zu dem Thema und zu den Ablehnungen kundgetan und diese auch gleich mit konkreten Zahlen untermauert. Dabei hat er aber erstmal die sich positiv entwickelnde Situation der Realschule in Bad Wiessee hervorgehoben:

Im letzten Jahr war das eine Zitterpartie ob man überhaupt 2 Klassen hinkriegt. Um jeden Schüler wurde gekämpft. Ein Jahr später hat sich die Zahl der Einschreibungen schlicht verdoppelt. Die negativen Prognosen zur Realschule haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Die Realschule hat voll eingeschlagen.

Was dagegen voll zurückgeschlagen hat ist die Belegung der Hauptschule in Rottach-Egern. Sie hat nur noch 42 Anmeldungen – also 2 Klassen. Und die Hälfte sind Gmunder Schüler. Die andere Hälfte verteilt sich auf die anderen 4 Gemeinden.

Meine Meinung: Die Entscheidung, eine kleine aber feine Hauptschule in Rottach zu erhalten, war falsch. Man steuert dort eine Dorfschule an, die nicht in der Lage sein wird wichtige Kurse anzubieten. Das bedeutet aber dass dann ein Großteil der Schüler weite Strecken nach Hausham, Miesbach oder Holzkirchen fahren muss. Ich hoffe dass aufgrund der neuen Sachlage die drei Gemeinden, die nicht zugestimmt haben, nochmal darüber diskutieren  um eventuell die getroffenen Entscheidungen zu überprüfen.

Soweit die Meinung vom Tegernseer Bürgermeister. Da es langsam unübersichtlich wird, wer was zu wem und vor allem wann gesagt hat, haben wir eine Zusammenfassung erstellt. In dieser Übersicht beschreiben wir die entscheidenden Köpfe, die hinter dem Thema Schule im Tal stehen sowie deren Meinung.

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