Haustiere: Familienmitglied gesucht

von Extern

Während der Corona-Pandemie boomte das Geschäft mit Haustieren aller Art. Die Tierheime und Zoohandlungen waren so leer wie nie. Nachdem die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus nun größtenteils gefallen sind, finden vor allem Hunde und Katzen ihren Weg zurück in die Aufnahmestationen, die gnadenlos überfüllt sind. Vielen dieser Tiere hätte man das neuerliche Schicksal nicht gewollt zu werden, sicherlich ersparen können, wenn schon im Vorfeld genügend Aufklärung betrieben worden wäre. Wer sich ein Haustier anschaffen möchte, sollte sich daher vor dem Kauf genau überlegen, ob genug Zeit für Pflege und Betreuung vorhanden ist und ob das neue Familienmitglied in den Alltag integriert werden kann.

Hunde: Freunde fürs Leben

Vor allem die Nachfrage nach Welpen war in Zeiten der Pandemie besonders groß. Dabei war es egal, ob das neue Fellknäuel von einem seriösen Züchter stammte oder aus dem Ausland importiert wurde. Möglichst süß und knuddelig sollte der Vierbeiner sein. Allerdings machen gerade junge Hunde sehr viel Arbeit, denn die Erziehung bedarf viel Zeit und Konsequenz. Viele der frischgebackenen Tierhalter hatten unterschätzt, was es bedeutet, einen Welpen aufzuziehen.

Aus diesem Grund waren es vor allem Jungtiere, die ausgesetzt wurden oder nun in den Tierheimen festsitzen. Wer überlegt, sich einen Hund anzuschaffen, der sollte sich zunächst fragen, ob er wirklich die Zeit aufbringen kann, dreimal am Tag spazieren zu gehen. Sportliche Rassen benötigen außerdem noch deutlich mehr Aufmerksamkeit. Ebenso wie junge Hunde wollen sie gefördert und ausgepowert werden. Hinzukommt, dass nicht alle Hunde alleine in der Wohnung bleiben können. Überlegen Sie also vorher genau, ob die Betreuung gewährleistet ist, wenn Sie arbeiten.

Katzen: Die stillen Begleiter

Katzen können da schon eher während des Tages alleine in der Wohnung bleiben, auch an einem Arbeitstag mit acht Stunden. Bedenken Sie aber, dass auch die Katze beschäftigt werden will. Vor allem Hauskatzen benötigen intensiveren Kontakt mit Menschen, besonders dann, wenn sie Einzeltiere sind. Wer wenig zuhause ist, der sollte sich daher lieber ein Katzenpaar anschaffen. Dennoch sollten Familien genau überdenken, ob eine Katze wirklich das richtige Haustier ist. Nicht alle Katzen sind kinderfreundlich oder können in einem turbulenten Haushalt glücklich werden.

Kleintiere: Mäuse, Hamster, Kaninchen, Fische

Weniger betreuungsintensiv sind Kleintiere wie Mäuse, Hamster, Kaninchen oder Meerschweinchen. Besonders Kinder wünschen sich oft einen flauschigen Begleiter. Auch hier müssen allerdings die Pflege und die Fütterung gewährleistet werden. Schließlich wollen auch die Nager regelmäßiges Futter und einen frischen Stall. Viele Menschen, die sich ein Tier wünschen, aber wenig Zeit haben, greifen deswegen auf das Aquarium zurück. Fische sind wunderschön anzusehen und benötigen weniger Pflege als Hund oder Katze. Wer sich nun immer noch ein Haustier zulegen möchte, dem wird der Gang ins nächstgelegen Tierheim ans Herz gelegt. Kleintiere können auch im Zoofachhandel erworben werden. Das Gleiche gilt für die Wasserbewohner, auch Fische online kaufen funktioniert heutzutage problemlos.


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