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Wohncontainer: Valley bereitet sich auf Ankunft von Flüchtlingen vor

„Hilfsbereitschaft ist sehr groß“

Von Marius Mestermann

Die Gemeinde Valley steht kurz vor einer neuen Herausforderung: Im Oktober muss sie erstmals Asylbewerber unterbringen. Während bei Kreuzstraße noch an den Wohncontainern geschraubt wird, sieht sich der örtliche Helferkreis gut vorbereitet. Die große Hilfsbereitschaft drückt sich auch in Zahlen aus.

Im Valleyer Ortsteil Kreuzstraße entsteht eine Unterkunft für bis zu 48 Flüchtlinge.
Im Valleyer Ortsteil Kreuzstraße entsteht eine Unterkunft für bis zu 48 Flüchtlinge.

Über 70 Valleyer fanden sich am vergangenen Donnerstag im Kirchenwirt in Unterdarching ein, um über die anstehenden Aufgaben rund um die Versorgung von Asylbewerbern zu sprechen. Denn Mitte Oktober ist es so weit: Die ersten Flüchtlinge sollen dann in Valley eine Gemeinschaftsunterkunft beziehen.

Bei Kleinschwaig im Ortsteil Kreuzstraße werden derzeit die letzten Handgriffe getätigt. Die grauen Wohncontainer wurden erst vor kurzem geliefert. Jetzt werde noch der Innenausbau mit sanitären Anlagen vorgenommen, erklärt Thomas Zetterer, Sprecher des Arbeitskreises Asylhelfer-Valley.

Bis zu 48 Flüchtlinge können laut Zetterer in den Containern untergebracht werden. Wie viele es tatsächlich sein werden und wann sie ankommen, ist noch unklar. Für die Finanzierung der Anlage ist wie überall im Landkreis das Landratsamt Miesbach zuständig. Doch bei der Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge sind die Behörden stark auf ehrenamtliche Helfer angewiesen.

Helferkreise in der Region: Reger Austausch von Know-how

Umso erfreulicher ist es in der 3.100-Seelen-Gemeinde Valley, dass sich bereits 45 Freiwillige im Helferkreis organisiert haben. „Nach dem Infoabend werden sicher noch ein paar hinzukommen“, glaubt Zetterer: „Die Hilfsbereitschaft ist sehr groß.“ Um bestens auf die Flüchtlinge und ihre Bedürfnisse vorbereitet zu sein, hat sich der Valleyer Helferkreis viel von seinen Pendants im Umkreis abgeschaut.

„Am letzten Wochenende waren wir zum Beispiel in Aying bei einem Treffen mit anderen Helferkreisen. Da ging es vor allem um Sprachkurse für die Flüchtlinge“, erklärt Zetterer. In Valley sei es glücklicherweise möglich, eine sachliche Diskussion über Asylbewerber zu führen. Zetterer:

Natürlich gibt es auch kritische Stimmen. Aber die äußern sich in einer angebrachten Art und Weise.

Zum Infoabend des Helferkreises kamen neben interessierten Bürgern auch einige Mitglieder des Valleyer Gemeinderats sowie Bürgermeister Andreas Hallmannsecker. Letzterer habe die Asylthematik in seiner Gemeinde „zur Chefsache erklärt“, berichtet Thomas Zetterer.

Bis die ersten Flüchtlinge in Valley ankommen, will der Helferkreis intern noch einige Aufgaben verteilen. Nach dem Infoabend zieht Zetterer ein positives Fazit: „Alle waren sehr zufrieden. Am Ende gab es keine offenen Fragen mehr.“ Damit sich die Valleyer ein Bild von der Gemeinschaftsunterkunft machen können, soll es ein paar Tage vor dem Bezug noch einen Tag der offenen Tür geben.

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