Gmunder Wahlkampf geht in heiße Phase

„Hilft ja nix, einer muss es ja machen“

Von Nicole Posztos

In Gmund wird am 11. März ein neuer Bürgermeister gewählt. Und so wie es derzeit aussieht wird, mangels Alternativen, der alte Bürgermeister auch der Neue sein. Trotzdem hofft Amtsinhaber Georg von Preysing auf eine rege Wahlbeteiligung und ruft dazu auf unbedingt wählen zu gehen.

Ein Wunsch Preysings, den dieser auch auf der gestrigen Wahlveranstaltung im Gasthof Köck immer wieder äußerte. “Auch wenn es keinen Gegenkandidaten gibt. Geht wählen. Egal, ob ihr für oder gegen mich stimmt.“

Nach dem Interesse an der Veranstaltung zu urteilen dürfte aber die Wahlbeteiligung wieder ähnlich niedrig werden, wie im Jahr 2006, als 36 Prozent der Gmunder ihre Stimme abgaben. Nur knappe 70 Zuhörer waren gestern Abend gekommen. Und die erlebten einen etwas heiseren Bürgermeister, der erwartungsgemäß die Erfolge der Vergangenheit präsentierte.

Georg von Preysing bei der Wahlveranstaltung im Gasthof Köck am 23. Februar.

Niedrige Arbeitslosigkeit, kinderfreundliche Entwicklung, schöner Blick, intensive Bürgerbeteiligung: „Gmund hat gewaltige Standort-Vorteile,“ so von Preysing. Darüberhinaus habe man viele Wahlversprechen aus den Wahlkämpfen in 2000 und 2006 eingelöst. „Ich glaube behaupten zu können, dass ich nicht nur Sprüche klopfe sondern auch umsetze.“

Zwei Problem-Fälle allerdings ziehen sich durch seine ersten zwölf Amtsjahre. Vorhaben, deren fehlende Umsetzung ihn wurmen. Einerseits ist das der schon lange angedachte Kreisverkehr in Seeglas („der Kostenschlüssel stimmt nicht“). Andererseits das Maximilian. Beide Projekte möchte von Preysing unbedingt in den nächsten Jahren lösen. „Wir werden das anpacken,“ so der Bürgermeister optimistisch.

Die Wahlkampfrede schließt Georg von Preysing mit einem Ausblick auf die kommenden Jahre ab. Vor allem die Ortsmitte aber auch das Bahnhofsgelände kristallisiert sich als eine der Prioritäten der dritten und letzten Amtsperiode von Preysings heraus. „Für uns ist der Bahnhof sowas wie das Jodschwefelbad für Bad Wiessee.“


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