Retter im Dauereinsatz
Hitzewelle: Sogar am Tegernsee unerträglich?

von Sabiene Hemkes

In den letzten Tagen war das Tal fest in der Hitzezange gefangen. Die einen freut es, die anderen haben unter den hohen Temperaturen zu leiden. Wetter, was machst du mit uns?

Auch die DLRG am See ist bei der Hitze im Dauereinsatz / Quelle: DLRG Ortsgruppe Tegernsee

Vorgestern wurden im Landkreis tropische Temperaturen gemessen. So wie auch in ganz Deutschland und Europa nahm das Thermometer die 40 Grad Marke in Angriff. Doch zum Glück liegen wir rund 600 Meter über Meereshöhe. 36 Grad sind aber für den normalen Talbewohner und auch unsere Gäste durchaus eine Herausforderung. In Hamburg litten selbst mal die „Fischköppe“ unter der Hitze. Gestern stürzte die Temperaturen auf bis zu 20 Grad ab.

Aber der schnelle Wechsel von Rekordtemperaturen zu durchaus kühlen, sommerlichen 20 Grad belastet neben der Hitze viele Menschen sehr. Schwindelgefühl, Kreislaufversagen, aber auch Hitzschlag und der gefährliche Sonnenstich sorgte für viele Notfälle im Landkreis.

Notdienste und Seeretter im Dauereinsatz

Das BRK in Miesbach vermeldet daher auch einen 20-prozentigen Anstieg der Notfälle im Landkreis, zu denen sie in den letzten Tagen gerufen worden sind. Besonders ältere und kranke Menschen aber auch Kinder und Tiere haben es schwer bei Hitze. Aber auch die „Normalos“, die arbeiten müssen, leiden unter den Temperaturen und deren starken Schwankungen von einem auf den anderen Tag. Da kann auch der beste Kreislauf in die Knie gehen.

Bei uns am See haben die Notfallteams ebenfalls viel zu tun gehabt in den letzten Tagen und auch Wochen, wie Florian Mengele von der DLRG Tegernsee bestätigt:

Wir waren zum Glück in unserer Station gut besetzt. Besonders an den Wochenenden waren wir fast dauernd im Einsatz

Sehr oft rückten die Retter auf dem See und an dessen Ufern aus, um Menschen zur Hilfe zu eilen, wie Mengele berichtet. „Viele haben auch mit der Hitze zu kämpfen, aber wir mussten auch zwei Schwimmer vor dem Ertrinken retten“, berichtet Mengele weiter.

Zusammenspiel der Rettungsdienste funktioniert

Mengele war auch froh mit seinem Team, zu dem auch ein Notarzt gehört, die Retter im Landkreis durch ihren Einsatz etwas entlasten zu können. Zwar habe man keine Rettungswagen „aber die Erstversorgung bei Notfällen“ können wir übernehmen. Das sei bei den zuletzt hohen Temperaturen und vermehrten Einsätzen rund um den See auch sehr wichtig gewesen. Der Mann vom DLRG Tegernsee ergänzt:

Alle Rettungsorganisationen arbeiten da Hand in Hand. So können wir die optimale Versorgung der Menschen garantieren, die Hilfe benötigen.

Die DLRG hat auf ihrer Facebookseite Tipps zum Verhalten bei großer Hitze veröffentlicht. Reinschauen schadet bestimmt nicht, denn am Wochenende wird es wieder sehr heiß am See und eine kleine Abkühlung wird uns gut tun.


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