Wirtschaftsministerin besucht Holzkirchner Geothermie-Projekt
Aigner: Ich hab euch 11,6 Millionen gespart

von Redaktion

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner machte sich heute gemeinsam mit Holzkirchens Bürgermeister Olaf von Löwis und Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan ein Bild der Geothermie-Anlage. Haben sich die Investitionen gelohnt?

Glückliche Gesichter bei Bürgermeister Olaf von Löwis, Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Heute Morgen besuchten Ilse Aigner, Alexander Radwan und Bürgermeister Olaf von Löwis die Geothermie-Anlage in Holzkirchen. „Die geförderte Temperatur der zweiten Bohrung liegt etwa 10 bis 15 Grad Celsius über den Erwartungen“, erklärte Aigner zufrieden. Damit sei ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Umsetzung des Projekts zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht worden.

Die Stromerzeugung der Geothermie-Anlage wird sogar höher ausfallen als geplant. Das wird sich auch positiv auf andere Projekte in Bayern auswirken. Der Erfolg von Holzkirchen hat das Vertrauen zurückgebracht und die Risikobereitschaft der Branche erhöht.

In Sachen Geothermie steigt der Druck auf die Anlagen-Betreiber aber auch durch eine im EEG vorgesehene Absenkung der Vergütung um jährlich fünf Prozent. „Ich habe mich erfolgreich für eine Verschiebung der Degression um drei Jahre eingesetzt. Das kommt Holzkirchen jetzt zugute und hat die Lage deutlich entspannt. Manchmal braucht es einfach einen zweiten Anlauf“, so Aigner.

Innovativer Beitrag zur Energiewende

Auf 20 Jahre gerechnet, spart die Verschiebung der Degression dem Holzkirchner Geothermiekraftwerk bei einer Inbetriebnahme bis 2019 etwa 11,6 Millionen Euro. „Solche Projekte leisten trotz des Risikos einen innovativen und nachhaltigen Beitrag zur Energiewende. Gerade weil sie nicht nur Strom erzeugen, sondern zusätzlich Wärme. Diese Potenziale müssen wir nutzen“, erklärte die Wirtschaftsministerin.

Im Anschluss an den offiziellen Termin gab es sogar noch eine Überraschung: Die Arbeiter, die mit ihren Wohnwägen am Bahnhof stehen, haben eine 2500 Euro-Spende an die Gemeinde Holzkirchen übergeben. Das Geld soll für Jugend- und Kinderprojekte gedacht.

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