Wird in Wiessee jetzt wieder in den Tourismus investiert?

Hotel Schnitzer baut an

Das Hotel Schnitzer in Bad Wiessee will morderner werden. Ein Teil des Haus soll deshalb komplett erneuert werden. Auch der Grund war schnell klar.

Das Hotel Schnitzer in Bad Wiessee soll erneuert werden

Das Hotel Schnitzer in Bad Wiessee hat eine lange Tradition. Seit rund zweieinhalb Jahren denken die Eigentümer nun darüber nach, das Gebäude zu sanieren. Der Grund ist, dass man das Hotel für die jüngere Generation fit machen wolle. Schon lange gibt es Gespräche zwischen den Eigentümern und der Gemeinde Bad Wiessee. Gestern nun lag der erste Antrag auf dem Tisch des Bauausschusses. Kurz zuvor hatten sich die Ausschussmitglieder bereits ein Bild vor Ort gemacht.

Geplant ist, den gesamten Teil, der Richtung Süden geht, abzureißen. Ersetzt werden soll dieser durch einen Neubau. Das Haupthaus bleibt bestehen. Der neue Baukörper wird in Höhe und Dachneigung nicht von diesem Abweichen. Bauamtsleiter Helmut Köckeis erklärt: „Würde man nach der Satzung gehen, wäre das so nicht zulässig, weil Stellplätze fehlen.“ Für die 12 neuen Zimmer bräuchte man eigentlich mehr Plätze, als geplant sind. In einer früheren Satzung sei das aber so erlaubt gewesen. Auch aktuell sind deshalb nicht genug Plätze vorhanden. Entstehen sollen jetzt insgesamt 31 Parkplätze. Das reiche der Vermieterin nach eigenen Angaben ganz leicht. Ihre Gäste reisen oft mit dem Zug an, da sie auch einen Shuttleservice vom Bahnhof anbieten.

Nach Anpassungen kann’s losgehen

Auch an der Optik hatte der Ausschuss noch ein bisschen was auszusetzen. Zum einen stimmen die Dachüberstände nicht. Und auch der Zwischenbau solle von der Höhe ein wenig abgesenkt werden, damit es nicht zu massiv wirke. Bürgermeister Peter Höß (FWG) ist der Meinung: „Es ist gut, wenn ein Hotelbetrieb in der nächsten Generation weiter geht.“ Außerdem verbessere sich das Verhältnis von Zimmern und Stellplätzen sogar zu vorher.

Robert Huber (SPD) war wichtig, dass auch Zimmer für Angestellte entstehen. „Es würde mir gefallen, wenn man auch an die Leute denkt, die das ganze betreuen sollen. Es kann nicht sein, dass nur die öffentliche Hand zuständig ist, Wohnungen zu stellen. Wir werden nie den Bedarf decken, wenn die Privaten uns nicht helfen.“ Auch er begrüßt aber, wenn in den Tourismus investiert wird.

Bürgermeister Höß ist sich sicher, dass jetzt vor allem auch wegen des neuen Badehauses viele Hotels wieder in den Tourismus investieren. Florian Sareiter (CSU) zeigte sich ebenfalls erfreut. „Für den Architekten gibt es noch diverse Möglichkeiten. Freuen wir uns darauf, dass hier was Ergänzendes entsteht.“ Der Ausschuss beschloss dem Vorhaben zuzustimmen. Die 31 Stellplätze werden akzeptiert. Der Zwischenbau muss abgesenkt und die Dachüberstande eingehalten werden.

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