Verworrene Geschichte um Hundehalterin aus Rottach

Wurde Hündin Martha entführt?

Was tun, wenn eine ehemalige Freundin den eigenen Hund entführt? Eine Geschichte, die sich so in Rottach-Egern aktuell abspielen soll. Doch Fragen bleiben.

Mirjam Fuchs ist Züchterin.

Mirjam Fuchs ist Züchterin und wohnt in Solingen. Seit knapp acht Jahren lebt ihre Hündin Martha bei ihr. “Sie hängt sehr an mir und dem Rest des Hunderudels hier”, so Fuchs in einer Email gegenüber der Tegernseer Stimme. Doch das Problem der 49-Jährigen: vor rund vier Wochen gab Sie Martha in die Obhut einer Rottacherin und hat sie seither nicht mehr gesehen.

Als Freundin bezeichnet Sie die Frau, die ihre Hündin für zwei Wochen zur Pflege aufnehmen sollte. 14 Jahren kennen sich die beiden. “Doch jetzt gibt sie sie nicht mehr an mich heraus,” so Fuchs weiter. Dabei hat die Geschichte einen Hintergrund: denn Fuchs hat eigentlich zwei Hündinnen. Wenn eine der beiden trächtig ist, “wandert” das andere Tier aus – zu einer sogenannten externen Betreuung. Das Ziel: die Mutter und die hoffentlich gesunden Welpen sollen die maximale Aufmerksamkeit erhalten.

Die Polizei kann nichts machen

Zum ersten Mal hat Fuchs nun Martha zum 670 Kilometer geschickt – beziehungsweise in Rottach-Egern bei ihrer Noch-Freundin zur Pflege vorbeigebracht. Nach zwei Wochen sollte die Hündin wieder in Solingen zurückgebracht werden. Das, so Fuchs, sei ausgemacht gewesen. Doch passiert ist nichts. Anstelle dessen erhält die 49-Jährige komische Nachrichten. Sie müsse gar nicht kommen, und die Hündin bleibe hier. Warum die Rottacherin das Tier nicht herausrückt, dazu will Sie sich nicht äußern.

Und so fährt Fuchs die weite Strecke an den Tegernsee zurück, um Martha wieder mitzunehmen. Doch vor Ort in Rottach-Egern ist keiner da. Die Familie verreist. Keine Martha. Zurück in der Heimat schaltet Sie einen Anwalt ein. Der setzt der Rottacherin eine Frist bis zum 18. Juni. Von der Frau kommt allerdings keine Antwort. So erstattet die Solingerin Strafanzeige wegen Unterschlagung bei der Wiesseer Polizei. Den Beamten sind jedoch die Hände gebunden. Ein Hund ist eine Sache, und die kann nicht entführt werden. Die Anzeige landet bei der Staatsanwaltschaft. Und dort liegt der Fall nun.

Währenddessen lebt Martha weiter im Tegernseer Tal bei ihrer Pflegefamilie. Wie es ihr da geht, das weiß ihre Besitzerin Mirjam Fuchs nicht. Das einzige, das sie weiß: Sie möchte ihren Hund wieder zurück.


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