Übermäßige Verschmutzung fordert Maßnahmen

Hüttenwirte müssen Terrassen absperren

Wandern ist Trend – der Sport erlebt vor allem in den vergangenen Jahren einen regelrechten Hype. Das bekommen in erster Linie die Hüttenbetreiber zu spüren. Und sie machen nicht nur positive Erfahrungen. Jetzt mussten erste Maßnahmen ergriffen werden.

Die Neureuth ist ein beliebtes Ausflugsziel - mittlerweile auch Nachts oder am Ruhetag
Die Neureuth ist ein beliebtes Ausflugsziel – mittlerweile auch nachts oder am Ruhetag

Der Tegernsee ist im Trend. Und nicht nur der See scheint steigende Beliebtheit zu genießen. Auch die Berge rund um den See werden immer mehr bevölkert. Außerdem erlebt auch das Wandern und Bergsteigen in den vergangenen Jahren einen regelrechten Hype und es scheint als würde ganz München am Sonntag in die luftigen Höhen strömen.

Das ist nicht nur für die Einheimischen Wanderer eine Herausforderung – auch die Hüttenwirte müssen mit dem Ansturm umgehen. So bringen die Menschenmassen nicht nur mehr Umsatz sondern auch mehr Müll in die Wälder.

Terrasse muss gesperrt werden

Das kann auch Barbara Nirschl, die gemeinsam mit ihrem Mann Thomas Gigl die Neureuth in Tegernsee betreibt, nur bestätigen. Sie sahen sich jetzt sogar gezwungen erste Maßnahmen zu ergreifen. Ein Schild mit der Aufschrift: „„Aufgrund täglicher Verschmutzung unserer Terrasse sehen wir uns gezwungen, diese außerhalb unserer Öffnungszeiten zu sperren“ versperrt nachts den Eingang zur Terrasse.

Grund sind Wanderer, die abends auf die Alm kommen, um sich den Sonnenuntergang von oben anzusehen. „Teilweise finden wir morgens Mülltüten mit Sektflaschen, Verpackungen und Obazdem vor der Tür. Auch Kerzenreste sind oft auf den Tischen“, berichtet Nirschl.

Richtiger Umgang mit den Wäldern und Bergen

Da Stühle und Tische jetzt ganz neu sind, gehe das einfach nicht mehr. „Das hat sich in den letzten Jahren verschlimmert“, bestätigt die Wirtin. Berggehen sei Trend geworden und viele wissen nicht wie man sich in den Bergen richtig verhält. Ein ungeschriebenes Gesetz sei es beispielsweise, dass man seinen mitgebrachten Müll auch wieder mit runter nimmt. „Hier fährt halt keine Müllabfuhr“, meint Nirschl.

Die meisten Wanderer halten sich an das Verbot, sich nachts auf der Terrasse aufzuhalten. „Seitdem ist es bei weitem nicht mehr so schlimm“, so Nirschl. Trotzdem kann sie eine Verschmutzung der Wälder und Berge immer häufiger beobachten. „Das ist erschreckend.“ Auch andere Wirte rund um den See kämpfen mit diesen Problemen. „Wir wissen auch von anderen, denen es nicht besser geht“, bestätigt Nirschl. So haben sich auch das Berggasthaus am Riederstein und die Aueralm schon für entsprechende Maßnahmen entschieden.

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