Hund an Auto gebunden und zu Tode geschleift

von Redaktion

Zu einem tragischen Vorfall kam es heute Nachmittag bei Hundham. Ein Mann band seinen Hund, einen fünf Jahre alten Boxer, bei einer Pause an die Anhängerkupplung seines Autos und fuhr dann unabsichtlich fünf Kilometer weiter.

Gegen 15:30 Uhr ging heute Nachmittag ein Notruf beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd ein. Ein Mann habe in Hundham einen Hund an sein Auto gebunden und sei so in Richtung Wörnsmühl gefahren. Zeugen konnten den Mann stoppen und notierten sich das Kennzeichen, der Halter fuhr allerdings weiter, um das Tier zum Arzt zu bringen. Die hinzugerufenen Beamten stellten dann vor Ort eine rund fünf Kilometer lange Blutspur fest, die von der Tregler Alm über Deisenried und Hundham in Richtung Wörnsmühl führte.

Noch bevor die Polizisten wieder die Dienststelle erreichten, erschien der Hundehalter mit dem bereits verstorbenen Hund bei der Dienststelle in Miesbach. Der Mann gab an, mit seinem Sohn und dem Hund unterwegs gewesen zu sein. Im Bereich Tregler Alm habe er das Tier an die Anhängekupplung gebunden, da er sonst davonlaufen würde und im Auto unruhig war. Nach einer längeren Pause, Musik im Auto und einem Gespräch mit dem Sohn, sei man dann wieder in Richtung Miesbach losgefahren und habe den Hund schlicht vergessen.

Der aus dem Landkreis stammende Halter suchte mit dem Hund noch einen Tierarzt in Hausham auf. Doch dort habe man dem Tier nicht mehr helfen können. Laut Angabe der Polizei war der Mann bei der Vernehmung sichtlich geschockt. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der Hund tatsächlich vergessen wurde. Trotzdem bitten die Beamten mögliche Zeugen, die etwas gesehen haben, sich unter der 08025/2990 zu melden.

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