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Hundehasser kommt ungeschoren davon

Von Nina Häußinger

Ein Mann, der Tier und Herrchen bedroht und sogar überfahren will? So scheinbar passiert in einer Straße in Rottach-Egern. Anzeige wurde erstattet – doch die hatte fast keinen Erfolg.

Der Hundehasser aus Rottach scheint ungeschoren davon zu kommen ...
Der Hundehasser aus Rottach scheint ungeschoren davon zu kommen …

Ein Mann soll im Sommer diesen Jahres Hunde und Herrchen bedroht, beschmipft und angegriffen haben. Wer seiner Hecke, die seinen Garten von der Straße abgrenzt, zu nahe kam, musste mit einigem rechnen. Mit seinem SUV soll er auf Passanten zugerast sein und erst kurz vorher abgebremst haben. Auf soll er versucht haben einen Nachbarhund zu vergiften.

Zugetragen haben sich diese Angriffe in der Nähe des Weißachdammwegs. Vor allem die Anwohner hatten mit dem Hass des Mannes zu kämpfen. Letztlich haben die Opfer sich zusammengeschlossen und Anzeige bei der Polizei erstattet. Für sie war klar: das sind einwandfreie Straftaten.

Das sieht die Staatsanwaltschaft München II, die seit einigen Monaten mit dem Fall betraut ist, wohl etwas anders. Die Ermittlungen ergaben lediglich den Vorwurf der Beleidigung. Das Verfahren wurde eingestellt. Auflage ist nur eine Entschuldigung bei den Opfern. Ob jetzt mit den Angriffen auf die Anwohner und Passanten Schluss ist, wird sich zeigen.

Ursprünglicher Artikel vom 15. Juni 2016 mit der Überschrift: „Des Hundehassers heilige Hecke“
Ein Hundehasser treibt sein Unwesen in Rottach. Das zumindest berichtet der Merkur und beruft sich dabei auf mehrere Anwohner nahe des Weißachdammwegs. Diese würden von einem SUV-Fahrer berichten, der wiederholt Herrchen und Hund bedroht hat und sogar überfahren wollte.

Eine Anwohnerin erzählt, vor einigen Monaten mit ihrem elf Jahre alten Schafpudel in ihrer Wohnstraße nahe des Weißachdammwegs spazieren gegangen zu sein. Der schwarze SUV sei aus heiterem Himmel aufgetaucht, auf sie und ihren Hund zugerast und erst im letzten Moment ausgewichen. Einige Meter weiter habe er eine Vollbremsung hingelegt, sei aus dem Wagen gesprungen und habe geschrien:

Alte Bitch, beim nächsten Mal fahr ich dich platt.

Und sie ist nicht die Einzige, die Angst um sich und ihren Vierbeiner haben muss. Ein anderer Anwohner berichtet von Giftködern im Garten. Den Hund einer weiteren Dame habe der Mann versucht zu überfahren. Das Tier soll sich gerade noch gerettet haben. Auch Urlauber und Spaziergänger sollen dem Hundehasser immer wieder begegnen.

Mittlerweile haben die Anwohner eine Theorie für die Angriffe entwickelt. Das Grundstück des Mannes ist mit einer Hecke zum Straßenrand abgegrenzt. Diese Bepflanzung scheint er verteidigen zu wollen. Immer wenn sich jemand mit Hund dem Grundstück und der Hecke nähert, tritt er in Aktion. Dann fahre er laut Aussagen der Betroffenen solange die Straße auf und ab, bis die Spaziergänger diese wieder verlassen haben.

Wird gegen den Mann Anklage erhoben?

Lange hat niemand etwas gegen den eigentümlichen Mann, der sich von den Nachbarn isoliert und zu keinem Gespräch bereit scheint, unternommen. Doch nun haben sich die Opfer zusammengetan und sind zur Polizei gegangen. „Das sind doch einwandfreie Straftaten“, so eine Anwohnerin.

Der zuständige Beamte der Wiesseer Polizei habe bereits mit dem Mann gesprochen und bestätigt die Theorie der Anwohner. Er wolle offenbar tatsächlich seine Hecke verteidigen. Die Sache wir jetzt an die Staatsanwaltschaft übergeben. Dann wird entschieden, ob Anklage erhoben wird.


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