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Aktive Bürgervereinigung nominiert Rudi Reber als Bürgermeister-Kandidat

„Ich glaube, ich könnte das“

Von Nicole Posztos

Erst die Gründung, dann die Nominierung. Am gestrigen Abend haben knapp 80 Sympathisanten der Aktiven Bürgervereinigung Waakirchen ihre Gemeinderatskandidaten für die anstehende Kommunalwahl bestimmt.

Mit Rudi Reber kürten sie auch einen eigenen Anwärter auf den Bürgermeisterposten. Der zweite Bewerber um den Chefsessel im Waakirchner Rathaus, neben Amtsinhaber Sepp Hartl, ist im Ort kein Unbekannter. Vor seinen Mitstreitern präsentierte er sich betont selbstbewusst.

aufstellungsversammlung Buergervereinigung waakirchen-7
Rudi Reber (ganz rechts) bei der Aufstellungsversammlung gestern Abend im Schaftlacher Feuerwehrhaus.

 
Mehr Transparenz, mehr Miteinander. So kann man das Programm von Rudi Reber auf einen Nenner bringen. Reber, derzeit als Vertriebsleiter tätig, ist seit vielen Jahren in der Politik aktiv. Früher, als Vorsitzender der SPD, hat er jüngst die Aktive Bürgervereinigung Waakirchen gegründet. „Weil mir die Strukturen einer Partei nicht passen“, so seine Motivation. 

Auf der gestrigen Aufstellungsversammlung der neuen Vereinigung wurde klar, dass es ihm auch um mehr Demokratie bei den anstehenden Kommunalwahlen geht. Einen „Durchmarsch“ der Freien Wähler, die derzeit mit Sepp Hartl (60) den derzeitigen und nach dem Willen der FWG auch künftigen Bürgermeister stellen, will der 52-Jährige verhindern. 

„Die CSU gibt zu, dass es sehr schwierig wird, einen Kandidaten zu finden. Und die SPD war mal stark.“ Rebers Analyse der politischen Ausgangssituation in Waakirchen fällt einigermaßen ernüchternd aus. Sein Ziel ist klar: „Wir müssen verhindern, dass es eine absolute Mehrheit im Gemeinderat gibt.“

Schwerpunkte der eigenen Arbeit

Die Gründung der neuen Gruppierung sieht er als Notwendigkeit, um neue Ideen in den Gemeinderat einzubringen und „weil einfach die Nachfrage da ist“. Eine Bestätigung dafür waren auch die 78 wahlberechtigten Bürger, die gestern Abend relativ kurzfristig den Weg ins Schaftlacher Feuerwehrhaus fanden. Und dort ging es vor allem um die Schwerpunkte, die die „Aktiven“ während des Wahlkampfs und später bei der Arbeit im Gemeinderat setzen wollen.

  • Überalterung verhindern >> Bezahlbarer Baugrund für Familien
  • Demografischer Wandel >> Waakirchen braucht ein Altersheim
  • Transparenz in der Kommunalpolitik >> Stärkere Bürgerbeteiligung
  • Verkehrsprobleme >> eine Umgehungsstraße für den Ort
  • Umwelt >> Energie aus der Region
  • Zusammenhalt in der Gemeinde >> Dorfzentrum und Mehrzweckraum
  • Arbeit vor Ort >> Gründerzentrum und schnelles Internet in Waakirchen

Die Vorstellung der einzelnen Themen nutzten die Gemeinderatskandidaten der Bürgervereinigung, um sich selbst zu präsentieren. Am Ende wurden es 14 Kandidaten, die sich am 16. März 2014 zur Wahl stellen wollen. Und denen steht Rudi Reber als Bürgermeisterkandidat vor. 63 Stimmen erhielt der 52-Jährige bei der gestrigen Nominierung. Und sprach von einem großen Vertrauensbeweis. Er sei, so der designierte Chef, überrascht und froh, dass so viele gekommen sind.

Rudi Reber mit seinen Mitstreitern von der Aktiven Bürgervereinigung gestern Abend im Schaftlacher Feuerwehrhaus.
Reber und ein Teil der Gemeinderatskandidaten.

Gleichzeitig machte der Vorsitzende der Bürgervereinigung in seiner „Antrittsrede“ klar, dass er davon überzeugt sei, die entscheidenden Themen für Waakirchen und dessen Bürger besser umsetzen zu können als der bisheriger Amtsinhaber Sepp Hartl. 

Es sind immer wieder mal Sachen passiert im Gemeinderat, die nicht so gelaufen sind, wie ich mir das gewünscht hätte. Da habe ich mir gesagt, das kann ich besser.

Damit die neue politische Gruppe zur Wahl zugelassen wird, müssen allerdings 120 Waakirchner die Gründung der Bürgervereinigung mit ihrer Unterschrift bestätigen. Eine eher obligatorische Hürde, die auch dem Rottacher Josef Bogner noch bevorsteht. Die Liste soll ab den kommenden Tagen im Waakirchner Rathaus ausliegen. Bis zum 23. Januar ist die Eintragung mit Vorlage des Personalausweises noch möglich.

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