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Hafner: "Habe noch nie so was Schönes gesehen"

Rottacher Kinderkrippe offiziell eingeweiht

Von Rose Beyer

Die Rottacher Kinderkrippe ist heute offiziell eingeweiht worden. Den „ersten Segen“ hatte Gertraud Gruber mit einer Million Euro gespendet. Der zweite kam von Dekan Walter Waldschütz und dem evangelischen Pfarrer Alexander Kopp-von-Freymann.

Bürgermeister Franz Hafner sprach heute die weltlichen Worte. „Ich habe noch nie so etwas Schönes gesehen.“ Und er betonte, dass die Krippe in der Form ein Glücksfall für die Gemeinde sei.

Im neuen Gruppenraum (v. li.): Alexander Kopp-von-Freymann, Thomas Mattner (verdeckt: Martin Weber), Walter Waldschütz, Franz Hafner. Vorne: Spenderin Gertraud Gruber

Das neue, rund 1,7 Millionen Euro teure Gebäude mit den kleinkindgerechten Räumen – inklusive zwei Gruppenräumen, zwei Schlafzimmern, dem Wickelraum und den Bädern – alles ist so, wie sich Kleinkinder das wünschen. Hell sind die Räume, auch dank der vielen Fenster, die sich Architekt Thomas Mattner hat einfallen lassen. „Die statischen Herausforderungen waren groß“, erzählt er, ist die Krippe doch auf einer Tiefgarage errichtet worden.

Mit dem Bau begonnen wurde im vergangenen Oktober. Dann kamen witterungsbedingte Herausforderungen, die eine Pause erzwangen. Insgesamt zwei Monate war man am Ende deswegen in Verzug. Mattner sieht’s gelassen. Schließlich sind die Kinder auch bereits eingezogen ins neue Gebäude.

Die Trägerschaft der Rottacher Krippe, die insgesamt 24 Kindern Platz bietet, hat wie auch in Tegernsee und Bad Wiessee die evangelische Kirchengemeinde Tegernsee, Rottach-Egern und Kreuth übernommen. Der Initiator Martin Weber war heute auch da. Doch den Segen überließ er seinen beiden Kollegen Kopp-von-Freymann und Waldschütz.

„Ein reiner Glücksfall“

Neben den Worten der beiden Geistlichen hielt auch Bürgermeister Franz Hafner eine kurze Rede. Ohne die großzügige Spende von Gertraud Gruber in Höhe von einer Million Euro, so Hafner, wäre die Errichtung nicht möglich gewesen. Daneben hatte es noch „etwas Zuschuss“ vom Freistaat gegeben. Die Gemeinde hatte für den Neubau am Ende nur noch 160.000 zu stemmen.

„Die Krippe bietet optimale Voraussetzungen für Kinder und Eltern“, so ein zufriedener Bürgermeister. „Ein reiner Glücksfall“ für die Gemeinde. Heutzutage, da Mütter so schnell wie möglich wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren müssten, sei die Einrichtung von großer Notwendigkeit.

Die Krippe liegt direkt zwischen dem Falian-Haus und der Schulturnhalle.

Noch vor ein paar Jahren hätten Kinderkrippen nicht die Akzeptanz in der Gesellschaft gehabt, die sie heute haben. „Aufbewahrungsstationen“ wurden die Einrichtungen gar von manchen betitelt. Jetzt – fünf Jahre später – hätte sich das gegeben.

Die Gesellschaft hat erkannt, dass Krippen notwendig seien, um ein gesellschaftliches Leben zu ermöglichen – „ein neues Rollenverständnis für Frauen und Familie“.

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