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Eine Zwischenbilanz des Winters

Im Notfall – Die Bergwacht im Tegernseer Tal

Von Rose Beyer

Sie sind da, wenn einer von uns in den Bergen verunfallt. Beim Skifahren oder Boarden. Beim Rodeln. Oder beim Wandern. Seit etwa 100 Jahren.

Die Männer von der Rottacher Bergwacht sind Helfer in der Not. Jeden Samstag und Sonntag halten sie ihren Stützpunkt besetzt. Martin Stumpf ist Einsatzleiter und mit ganzem Herzen und viel Bergahnung dabei. Er koordiniert die Wachen, Übungen und Einsätze seiner 100 Aktiven.

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Das zu betreuende Gebiet ist weitläufig und bergig. Es umfasst alle fünf Talgemeinden sowie die Gemeinde Schaftlach-Waakirchen. „Das sind ungefähr zwanzig mal zwanzig Kilometer,“ schätzt Stumpf. Da gibt es einiges zu tun.

Insgesamt 220 bis 240 Einsätze im Jahr sind die Regel. Die direkten Nachbarn – im Westen die Lenggrieser, östlich die Haushamer und Schlierseer sowie die österreichischen Kollegen – haben ähnlich bergiges Gelände zu betreuen. Eine „Hochsaison“ für Einsätze gibt es allerdings ist. “Das ist vor allem wetterabhängig,” so der Einsatzleiter.

Bilanz des bisherigen Winters zufriedenstellend

Im Skigebiet an der Sutten und an der Wallbergrodelbahn war es heuer relativ ruhig. Bisher mussten die Helfer 50 mal ausrücken. Gerade jetzt – bei den aktuellen Schneeverhältnissen – sei aber allen Vorsicht anzuraten, die sich in die Berge begeben.

Zwar vermeldet der Rottacher Schneebericht seit gestern nur fünf Zentimeter Neuschneezuwachs. Insgesamt liegen aber stellenweise bis zu zwei Meter auf den Bergen und 50 Zentimeter Schnee im Tal. Der Schnee hat sich jetzt gesetzt. Wenn es dann warm ist, wird der Schnee schwer und je nach Folgewitterung kann er auch leicht ins ins Rutschen kommen.

Wer sich ins freie Gelände begibt, sollte sich also vorher informieren: Schwierigkeitsgrad, Gipfelhöhe, Gehzeiten und Geländeart der geplanten Tour sind von Relevanz. Bergwacht und Alpenverein geben auf ihren Webseiten Tipps zum Verhalten in den Bergen. Die Lawinenkommissionen beurteilen außerdem laufend die aktuelle Wetter- und Schneedeckensituation.

Hilfe in der Not

Ist doch einmal etwas passiert und man braucht Hilfe, erreicht man die zuständige Rettungsleitstelle über die einheitliche Notrufnummer 112. Vor allem im alpinen Bereich kann man jedoch nicht davon ausgehen, dass ein flächendeckendes Mobilfunknetz besteht. Hilsfbedürftige müssen sich dann beispielsweise durch lautes Rufen bemerkbar machen.

Eine Trillerpfeife kann außerdem sehr gute Dienste leisten. Sie ist im Brustverschluss von manchen Rucksäcken integriert. Um auf sich aufmerksam zu machen, sollte man dann aber auch das sogenannte alpine Notsignal kennen. Es kann ein hör- oder sichtbares Zeichen sein, sechs Mal innerhalb einer Minute, alle 10 Sekunden.

Das Signal jeweils nach einer Minute Pause wiederholen. Das Antwortzeichen erfolgt drei Mal pro Minute.

Weitere Helfer im Tal gesucht

Um ihre Einsatzfähigkeit zu stärken, sind die Freiwilligen von der Rottacher Bergwacht ständig aktiv. Regelmäßige Übungen sind selbstverständlich. Doch die Integration in den Alltag ist nicht immer einfach. Es gibt Arbeitgeber, die wenig Verständnis dafür aufbringen, wenn Aktive den Arbeitsplatz plötzlich verlassen müssen, um zu einem Einsatz zu eilen.

Martin Stumpf wünscht sich deshalb weitere Ehrenamtliche, um die Arbeit auf noch mehr Schultern verteilen zu können. Interessierte sind herzlich willkommen zu den Aktiventreffen dazuzustoßen: Jeden Freitag um 20 Uhr in der Rettungswache am Kalkofen 2. Denn wie gesagt, das Gebiet der Bergwacht im Tegernseer Tal ist groß. Neue Helfer gern gesehen.

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